Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect Of Microwave Radiation On The Retina Of Mice Embryos. med./bio.

[Wirkungen von Mikrowellen-Strahlung auf die Netzhaut von Mäuse-Embryonen].

Veröffentlicht in: JBLS 2013; 4 (2): 215-231

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition bei elektromagnetischen Feldern, emittiert von Mobiltelefonen, auf die Retina von Mäuse-Embryonen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die trächtigen Mäuse wurden in drei Gruppen unterteilt (n=10 pro Gruppe): 1.) Kontrollgruppe, 2.) Exposition bei einer Frequenz von 950 MHz und 3.) Exposition bei einer Frequenz von 1800 MHz. Am 18. Tag der Trächtigkeit wurden die Mütter getötet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 950 MHz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 8 aufeinanderfolgende Tage vom 7. bis zum 14. Tag der Trächtigkeit
Exposition 2: 1.800 MHz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 8 aufeinanderfolgende Tage vom 7. bis zum 14. Tag der Trächtigkeit
  • SAR: 1,6 W/kg

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 950 MHz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 8 aufeinanderfolgende Tage vom 7. bis zum 14. Tag der Trächtigkeit
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • nicht spezifiziert
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg - - - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.800 MHz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 8 aufeinanderfolgende Tage vom 7. bis zum 14. Tag der Trächtigkeit
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • nicht spezifiziert
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1,6 W/kg - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In keiner der Gruppen wurden Missbildungen bei den Embryonen gefunden. In den exponierten Gruppen waren die durchschnittliche Körperlänge und das durchschnittliche Körpergewicht der Embryonen signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe, während die Sterberate und die Resorptions-Stellen signifikant erhöht waren.
Unter dem Lichtmikroskop wurden in den exponierten Gruppen pyknotische Zellkerne im Retina-Gewebe beobachtet, welche nicht in der Kontrollgruppe auftraten. Außerdem war die Anordnung der Zellen aus der dritten Gruppe (1800 MHz) gestört und es bildeten sich Aggregate in der inneren und der äußeren Schicht der Retina.
Mittels Elektronenmikroskopie wurden in beiden exponierten Gruppen deformierte Mitochondrien gefunden. In der zweiten Gruppe (950 MHz) wurden degenerierte Zellorganellen in den Ganglien-Zellen festgestellt, während in der dritten Gruppe (1800 MHz) vor allem Melanin-Ansammlungen, eine Vakuolisierung des Zellplasmas und kondensiertes Heterochromatin gefunden wurden.
Die Daten deuten auf eine möglicherweise schädliche Wirkung einer pränatalen Exposition bei einem von Mobiltelefonen emittierten elektromagnetischen Feld auf die Retina und das Wachstum von Mäuse-Embryonen hin.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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