Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Does the brain detect 3G mobile phone radiation peaks? An explorative in-depth analysis of an experimental study. med./bio.

[Erkennt das Gehirn Signalspitzen der Felder von 3G-Mobiltelefonen? Eine explorative eingehende Analyse einer experimentellen Studie].

Veröffentlicht in: PLoS One 2015; 10 (5): e0125390

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen von Spitzenwerten einer akuten Exposition menschlicher Probanden bei einem elektromagnetischen Feld eines 3G-Mobiltelefons auf ereigniskorrelierte Potenziale im EEG untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die vorliegende Studie nutzte die Daten von Roggeveen et al. 2015 und wertete sie nach neuen Gesichtspunkten aus.
31 junge, weibliche Probanden wurden an zwei unterschiedlichen Tagen in jeweils einer 1-stündigen Test-Session exponiert. An einem der Tage wurde das Mobiltelefon am Ohr des Probanden platziert, am anderen Tag wurde es auf der Brust (Herz-Gegend) des Probanden platziert. In jeder Session wurden 15 Minuten bei einer Schein-Exposition als Prä-Expositions-Bedingung aufgenommen, anschließend wurden 15 Minuten während der Exposition und zum Schluss 15 Minuten bei einer Schein-Exposition als Post-Expositions-Bedingung aufgenommen. Zusätzlich wurden zufällig 15 Minuten am Anfang oder am Ende einer jeden Session für eine Schein-Exposition ohne EEG-Aufnahme gewählt, um die Verblindung sicherzustellen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1,9291–1,9397 GHz
Exposition 2: 1,9291–1,9397 GHz
Exposition der Brust

Allgemeine Informationen

background radiation level was 0.1 W/m2

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1,9291–1,9397 GHz
Typ
Zusatzinfo Exposition des Ohrs
Zusatzinfo phone was in dialing mode and muted during exposure
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer an electrically non-shielded room
Aufbau a dialing mobile phone was fixed to the left ear (comparable to a typical dialing position at an angle of approximately 45 degrees) with an elastic band; the experimenter entered the room after each 15-minutes (sham) exposure session and changed the phone
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo non-functioning mobile phone replicas were used for sham exposure
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,69 W/kg - - Teilkörper für den Kopf, Angabe des Herstellers
Leistungsflussdichte 5,6 W/m² Maximum gemessen - während Expositions-Spitzen

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 1,9291–1,9397 GHz
Typ
Zusatzinfo Exposition der Brust
Zusatzinfo phone was in dialing mode and muted during exposure
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer an electrically non-shielded room
Aufbau a dialing mobile phone was fixed to the chest (adjacent to the left side of the sternum, bordering the sternoclavicular joint) with an elastic band; the experimenter entered the room after each 15-minutes (sham) exposure session and changed the phone
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo non-functioning mobile phone replicas were used for sham exposure
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,69 W/kg - - Teilkörper für den Kopf, Angabe des Herstellers
Leistungsflussdichte 5,6 W/m² Maximum gemessen - während Expositions-Spitzen

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Eine Exposition des Ohres führte zu einer signifikanten Zunahme der EEG-Aktivität in den vorderen und zentralen Regionen des Kortex im Vergleich zu Schein-Expositions-Bedingungen. Die weitere Auswertung der Ohr-Expositions-Bedingung zeigte eine signifikante Zunahme der Aktivität im 500-1000 ms Post-Expositions-Interval in nahezu allen untersuchten EEG-Messpunkten.
Die Autoren schlussfolgern, dass Spitzenwerte einer akuten Exposition menschlicher Probanden bei einem elektromagnetischen Feld eines 3G-Mobiltelefons ereigniskorrelierte Potenziale im EEG hervorrufen könnten, was darauf hinweist, dass das Gehirn diese Stärkespitzen wahrnehmen kann. Die biologische Relevanz dieses Ergebnisses ist jedoch nicht bekannt.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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