Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of 2G and 3G mobile phones on performance and electrophysiology in adolescents, young adults and older adults. med./bio.

[Auswirkungen von 2G-und 3G-Handys auf Leistung und Elektrophysiologie bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und älteren Erwachsenen].

Veröffentlicht in: Clin Neurophysiol 2011; 122 (11): 2203-2216

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten elektrophysiologische, sensorische und kognitive Prozesse in Jugendlichen, jüngeren Erwachsenen und älteren Erwachsenen bei einer Hochfrequenz-Befeldung untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden 41 Jugendliche (13-15 Jahre), 42 Erwachsene (19-40 Jahre) und 20 Ältere (55-70 Jahre) getestet. Jeder Teilnehmer erhielt eine Schein-Exposition, eine Handy-Exposition der sogenannten zweiten Generation (2G; GSM) als auch eine der dritten Generation (3G; W-CDMA), getrennt durch mindestens vier Tage.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 894,6 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 55 min
Exposition 2: 1.900 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 55 min

Allgemeine Informationen

During all experiments 50 dB white noise was produced to have a constant noise level.

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 894,6 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 55 min
Zusatzinfo 2G-Handy
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Nokia 6110 handset
Kammer electromagnetic and sound shielded room; subjects were seated in a chair with their eyes approximately 60 cm from the centre of a computer screen
Aufbau 2G handset was placed in a cradle on one side of the head and the 3G handset on the other side, both in "touch" position; speaker was removed from the phone
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 2 W Spitzenwert - - -
Leistung 250 mW Mittelwert - - -
SAR 0,7 W/kg Spitzenwert berechnet und gemessen 10 g -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 55 min
Zusatzinfo 3G-Handy
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer electromagnetic and sound shielded room; subjects were seated in a chair with their eyes approximately 60 cm from the centre of a computer screen
Aufbau 3G handset was placed in a cradle on one side of the head and the 2G handset on the other side, both in "touch" position; speaker was removed from the phone; metalic handset with shape and size of a typical mobile phone handset; monopole antenna inside the handset fed by an external RF source suppling a W-CDMA signal
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 125 mW Mittelwert über Zeit - - -
SAR 1,7 W/kg Spitzenwert berechnet und gemessen 10 g -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Oddball-Paradigma: Kognition: Es traten keine Veränderungen in der Exaktheit oder der Reaktionszeit bei der 2G- und der 3G-Gruppe im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe auf. Es wurden keine altersabhängigen Wirkungen gefunden. Elektrophysiologie: In der 2G-Gruppe trat eine vergrößerte N100-Amplitude im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe auf (unabhängig vom Alter). Es wurden keine anderen Unterschiede zwischen 2G-, 3G- und Schein-Exposition in den Amplituden und Latenzzeiten im EEG gefunden.
N-Zurück-Aufgabe: Kognition: Die Exaktheit der 3G-exponierten Jugendlichen war signifikant schlechter als die der schein-exponierten. Diese Wirkung wurde bei den anderen Altersgruppen nicht gefunden. Es traten keine Unterschiede zwischen der Schein-Expositions-Gruppe und der 2G-Expositions-Gruppe auf. Elektrophysiologie: Es wurden verzögerte ERD/ERS-Antworten der Alphawellen sowohl in der 2G-exponierten- als auch in der 3G-exponierten-Gruppe im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe gefunden (unabhängig vom Alter).
Die Autoren schlussfolgern, dass die Studie darauf hinweist, dass eine Hochfrequenz-Befeldung eine Wirkung auf die menschliche kognitive Funktion und auf elektrophysiologische Prozesse hat.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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