Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low-frequency electromagnetic fields enhance the proliferation and differentiation of neural progenitor cells cultured from ischemic brains. med./bio.

[Extrem niederfrequente elektromagnetische Felder erhöhen die Proliferation und Differenzierung von neuralen Vorläuferzellen, die von ischämischen Gehirnen kultiviert wurden].

Veröffentlicht in: NeuroReport 2015; 26 (15): 896-902

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer Exposition von neuralen Vorläuferzellen aus adulten ischämischen und embryonalen Mäuse-Gehirnen bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf die Proliferation und neurale Differenzierung untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Neurale Vorläuferzellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Regeneration nach Hirn-Schädigungen und könnten daher von therapeutischem Nutzen sein.
Die Zellen wurden in die folgenden Gruppen eingeteilt: 1) Magnetfeld-Exposition von Zellen aus Embryonen, 2) Kontrollgruppe für Zellen aus Embryonen, 3) Magnetfeld-Exposition von Zellen aus Adulten, 4) Ko-Exposition von Zellen aus Adulten bei dem Magnetfeld und Wortmannin, 5) Kontrollgruppe für Zellen aus Adulten. Wortmannin ist ein spezifischer Inhibitor der Proteinkinase B, deren Signalweg als möglicher zugrundeliegender Wirkungsmechanismus untersucht wurde.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für bis zu 7 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für bis zu 7 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Expositionsraum incubator
Aufbau the solenoid was positioned into a water-jacketed temperature- and atmosphere-regulated incubator (37 ± 0.4°C, 5% CO2)
Zusatzinfo control samples were placed in another identical incubator
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,4 mT - gemessen - Uniformität des Feldes ± 0,012 mT

Referenzartikel

  • He YL et al. (2013): Exposure to Extremely Low-Frequency Electromagnetic Fields Modulates Na(+) Currents in Rat Cerebellar Granule Cells through Increase of AA/PGE(2) and EP Receptor-Mediated cAMP/PKA Pathway.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Eine Exposition bei dem Magnetfeld verursachte eine signifikante Erhöhung der Zellproliferation und eine Zunahme der Menge ausdifferenzierter Neuronen sowohl in Zellen aus Embryonen (Gruppe 1) als auch in Zellen aus Adulten (Gruppe 3) im Vergleich zu den jeweiligen Kontrollgruppen (Gruppe 2 oder 5). Bei der Astrozyten-Differenzierung konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Expositions- und Kontrollgruppen gefunden werden. Die Oligodendrozyten-Differenzierung konnte aufgrund eines Mangels an nachweisbaren Markern nicht ausgewertet werden.
Die Menge an phosphorylierter Proteinkinase B war in exponierten Zellen aus Adulten (Gruppe 3) im Vergleich zur entsprechenden Kontrollgruppe signifikant erhöht. Eine Ko-Exposition bei dem Magnetfeld und Wortmannin verminderte jedoch signifikant die Menge an phosphorylierter Proteinkinase B und reduzierte die Proliferation im Vergleich zur Expositions-Gruppe. Alle anderen Signalweg-Marker zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition von neuralen Vorläuferzellen aus adulten ischämischen und embryonalen Mäuse-Gehirnen bei einem 50 Hz-Magnetfeld die Proliferation und neuronale Differenzierung fördern könnte. Die Wirkung des Magnetfelds könnte hierbei über den Proteinkinase B-Signalweg vermittelt werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel