Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Influence of radiofrequency-electromagnetic waves from 3rd-generation cellular phones on fertilization and embryo development in mice. med./bio.

[Einfluss von hochfrequenten elektromagnetischen Wellen von Handys der 3. Generation auf die Befruchtung und Embryonalentwicklung bei Mäusen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2017; 38 (6): 466-473

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition bei einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld auf die Befruchtung und die Embryogenese bei Mäusen in vitro untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden Spermien und Eizellen aus Mäusen entnommen und jeweils getrennt voneinander für 1 Stunde exponiert oder schein-exponiert. Im Anschluss wurde eine in vitro-Fertilisation durchgeführt. Dabei ergaben sich die folgenden Gruppen: 1a) exponierte Spermien + exponierte Eizellen, 2a) exponierte Spermien + schein-exponierte Eizellen, 3a) schein-exponierte Spermien + exponierte Spermien und 4a) schein-exponierte Spermien und schein-exponierte Eizellen. Als alternative Fertilisations-Methode wurde auch die "intra-zytoplasmatische Spermien-Injektion" genutzt und die gleichen Gruppen untersucht. (Gruppen 1b, 2b, 3b und 4b).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1.950 MHz
Expositionsdauer: 60 Minuten

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.950 MHz
Typ
Expositionsdauer 60 Minuten
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Spermien und Eizellen wurden jeweils in 35 mm Petrischalen exponiert
Aufbau Expositions-System befand sich im Inkubator (37°C, 5% CO2, 100% Luftfeuchte) und bestand aus zwei HF-Generatoren, von denen jeder in einen separaten Wellenleiter eingeschlossen war, zusammen mit Rahmen auf welchen die Petrischalen für die Exposition montiert wurden; Temperaturveränderung im Nährmedium aufgrund der Exposition betrug 0,13°C/W/kg oder weniger
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo die nicht-homogene SAR-Verteilung betrug im Medium für Spermien in 35 mm Petrischalen 2,4 dB und im Medium für Eizellen 1,4 dB
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 2 W/kg - berechnet - -

Referenzartikel

  • Gong Y et al. (2014): Dosimetric assessment of two-layer cell culture configurations for fertility research at 1950 MHz.
  • Gerner C et al. (2010): Increased protein synthesis by cells exposed to a 1,800-MHz radio-frequency mobile phone electromagnetic field, detected by proteome profiling.
  • Schuderer J et al. (2004): High Peak SAR Exposure Unit With Tight Exposure and Environmental Control for In Vitro Experiments at 1800 MHz

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurden keine signifikanten Unterschiede in der Befruchtungs-Rate, der Anzahl der Embryonen und der Chromosomenaberrationen zwischen den Gruppen gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld keinen Einfluss auf die Befruchtung und die Embryogenese bei Mäusen in vitro hat. Darüber hinaus schlussfolgern die Autoren, dass die Ergebnisse auf die Sicherheit von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern für den Menschen hindeuten, da die Exposition für Spermien und Eizellen in der vorliegenden Studie 100 Mal höher war als im echten Leben.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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