Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie, Beobachtungsstudie)

Melatonin metabolite excretion among cellular telephone users. med./bio.

[Melatonin-Metabolite-Exkretion unter Handy-Nutzern].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2002; 78 (11): 1029-1036

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Beziehung zwischen der Handy-Nutzung und der Exkretion des Melatonin-Metaboliten 6-Hydroxymelatoninsulfat in zwei Populationen männlicher Elektrizitätswerks-Arbeiter (Untersuchung 1, n=149; Untersuchung 2, n=77) bewertet werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Testpersonen sammelten Urin-Proben und zeichneten den Handy-Gebrauch über drei aufeinanderfolgende Werktage auf. Die persönliche 60 Hz Magnetfeld- und die Umgebungslicht-Exposition wurden an denselben Tagen aufgezeichnet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: gesamte tägliche Exposition von 1-10, 11-25 oder >25 min/Tag für 3 Tage
-
Exposition 2: 60 Hz
Expositionsdauer: nicht angegeben

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer gesamte tägliche Exposition von 1-10, 11-25 oder >25 min/Tag für 3 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Zusatzinfo Cellular phone use was assessed and categorized by asking participants to record the amount of time spent using a cellular phone at work on each of the three days of participation.
Parameter

Für diese Exposition sind keine Parameter spezifiziert.

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer nicht angegeben
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • electric power supply
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 50 nT Mittelwert gemessen - ± 20 nT
magnetische Flussdichte 110 nT Mittelwert gemessen - ± 20 nT
magnetische Flussdichte 500 nT Mittelwert gemessen - ± 83 nT

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Unter denjenigen Handy-Nutzern, die ihr Handy für mehr als 25 Minuten (an 5 Arbeitstagen) nutzten, wurde in Untersuchung 1 keine Veränderung bei der 6-Hydroxymelatoninsulfat-Exkretion (6-OHMS) gefunden. Arbeiter der Untersuchung 2 mit mehr als 25 Minuten Handy-Nutzung (an 13 Arbeitstagen) hatten geringere durchschnittliche nächtliche 6-OHMS-Konzentrationen als diejenigen ohne Handy-Gebrauch. Quer durch die Kategorien gab es mit ansteigendem Handy-Gebrauch ebenfalls einen linearen Trend für abnehmende durchschnittliche nächtliche 6-OHMS/Kreatinin-Konzentrationen und die Übernacht-6-OHMS-Exkretion.
In der Untersuchung 2 wurde ebenfalls eine kombinierte Wirkung reduzierter 6-OHMS-Exkretion von Handy-Nutzung und arbeitsplatzbezogener 60 Hz-Magnetfeld-Exposition aufgedeckt.
Schlussfolgerung: Expositions-verbundene Verminderungen der 6-OHMS-Exkretion wurden in der Untersuchung 2 gefunden, wo der tägliche Handy-Gebrauch mit mehr als 25 Minuten häufiger war. Die anhaltende Nutzung von Handys könnte zu einer verminderten Melatonin-Produktion führen und eine 60 Hz Magnetfeld-Exposition könnte diese Wirkung verstärken.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel