Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to electromagnetic fields and risk of Alzheimer's disease. epidem.

[Berufliche Exposition bei elektromagnetischen Feldern und das Risiko für Alzheimer-Krankheit].

Veröffentlicht in: Epidemiology 2004; 15 (6): 687-694

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition bei elektromagnetischen Feldern und dem Risiko für Alzheimer-Krankheit und Demenz in einer Kohorte in Schweden untersucht.

Weitere Details

Die Abschätzung der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern erfolgte anhand einer Job-Exposure-Matrix, Messungen an typischen Frauenarbeitsplätzen und Schätzungen für Hausfrauen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (relatives Risiko (RR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Magnetfeld-Exposition bei Männern im hauptsächlich ausgeübten Beruf: < 0,20 µT
Gruppe 2 Magnetfeld-Exposition bei Männern im hauptsächlich ausgeübten Beruf: ≥ 0,20 µT
Referenzgruppe 3 Magnetfeld-Exposition bei Frauen im hauptsächlich ausgeübten Beruf: < 0,20 µT
Gruppe 4 Magnetfeld-Exposition bei Frauen im hauptsächlich ausgeübten Beruf: ≥ 0,20 µT
Referenzgruppe 5 Magnetfeld-Exposition im hauptsächlich ausgeübten Beruf: < 0,20 µT
Gruppe 6 Magnetfeld-Exposition im hauptsächlich ausgeübten Beruf: ≥ 0,20 µT
Referenzgruppe 7 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition bei Männern: < 0,16 µT
Gruppe 8 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition bei Männern: 0,160 - 0,21 µT
Gruppe 9 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition bei Männern: > 0,21 µT
Referenzgruppe 10 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition bei Frauen: < 0,14 µT
Gruppe 11 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition bei Frauen: 0,14 - 0,17 µT
Gruppe 12 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition bei Frauen: > 0,17 µT
Referenzgruppe 13 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition: < 0,15 µT
Gruppe 14 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition: 0,15 - 0,18 µT
Gruppe 15 durchschnittliche berufliche Magnetfeld-Exposition: > 0,18 µT

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 1.810
Teilnehmerzahl 931
Sonstiges:

zweiter Follow-Up: 626 Teilnehmer

Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

265 Personen wurden mit Demenz einschließlich 202 Fälle mit Alzheimer-Krankheit von 4366 Personenjahren Follow-up diagnostiziert. Es wurde kein Zusammenhang zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Demenz für die gesamte Kohorte beobachtet. Jedoch hing eine höhere Magnetfeld-Exposition (≥ 0,2 µT) im hauptsächlich ausgeübten Beruf mit dem Risiko für Alzheimer-Krankheit und Demenz bei Männern zusammen. Es wurde kein Zusammenhang bei Frauen beobachtet. Eine ähnliches geschlechtsspezifisches Muster wurde für die berufliche Exposition während des gesamten Arbeitsleben gefunden.
Langfristige berufliche Exposition bei einem höheren Magnetfeld könnte das Risiko für Demenz und Alzheimer-Krankheit bei Männern erhöhen.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Informationen zu den ausgeübten Berufen wurden retrospektiv gesammelt. Die Fehlklassifikation der Exposition ist bei Frauen größer, weil die Job-Exposure-Matrix speziell für männliche Berufe entwickelt wurde.

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel