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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to extremely low-frequency magnetic fields and risk for central nervous system disease: an update of a Danish cohort study among utility workers.

[Berufliche Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern und das Risiko für Zentralnervernsystem-Erkrankung: ein Update einer dänischen Kohortenstudie mt Beschäftigten im Elektrizitätswerk].

Veröffentlicht in: Int Arch Occup Environ Health 2017

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen einer beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Zentralnervensystem-Erkrankungen wurde in einem Update einer früheren dänischen Kohortenstudie (Johansen, 2000) bei Beschäftigten in Elektrizitätswerken untersucht.

Weitere Details

Es wurden zwei Referenzgruppen gewählt: Männer, die nie in einem Elektrizitätswerk gearbeitet haben (externer Vergleich), und Beschäftigte im Elektrizitätswerk mit Tätigkeiten ohne Exposition (z.B. in der Verwaltung, interner Vergleich zur Berücksichtigung des Healthy Worker-Effekts).

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Inzidenz-Rate (IRR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Magnetfeld-Exposition: keine (< 0,1 µT)
Gruppe 2 Magnetfeld-Exposition: ja (≥ 0,1 µT)
Gruppe 3 Magnetfeld-Exposition: mittel (0,1 - 0,99 µT)
Gruppe 4 Magnetfeld-Exposition: hoch (≥ 1,0 µT)

Population

  • Gruppe:
    • Männer
  • Alter: ≥ 30 Jahre
  • Merkmale: Beschäftigte in allen 99 privaten und staatlichen dänischen Elektrizitätswerken
  • Beobachtungszeitraum: 1982 - 2010
  • Studienort: Dänemark
  • Datenquelle: dänisches Patienten-Register

Studiengröße

Gesamtzahl 45.188
Anzahl auswertbar 32.006
Sonstiges: 665.083 Personenjahre
Statistische Analysemethode:
  • Poisson-Regressionsmodell
( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Im Studienzeitraum traten in der Kohorte 674 Fälle von Demenz (alle Arten), 44 Fälle von Motoneuron-Erkrankung, 213 Fälle von Parkinson-Krankheit, 80 Fälle von multipler Sklerose und 289 Fälle von Epilepsie auf.
Bei Beschäftigten mit einer mittleren Exposition ≥ 0,1 µT im Vergleich zur dänischen Bevölkerung waren die Inzidenz-Raten für Demenz, multiple Sklerose und Epilepsie nicht erhöht; jedoch wurde eine erhöhte Inzidenz-Rate für Motoneuron-Erkrankung (IRR 1,24; KI 0,86-1,79) und eine erniedrigte Rate für Parkinson-Krankheit (IRR 0,81; KI 0,67-0,97) gefunden. In der höchsten Expositions-Gruppe (≥ 1,0 μT) wurden erhöhte Inzidenz-Raten für Demenz (IRR 1,44; KI 1,20-1,73), Motoneuron-Erkrankung (IRR 1,78; KI 0,93-3,43), multiple Sklerose (IRR 1,40; KI 0,79-2,46) und Epilepsie (IRR 1,34; KI 0,99-1,82) beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass erhöhte Risiken für Demenz, Motoneuron-Erkrankung, multiple Sklerose und Epilepsie und ein vermindertes Risiko für Parkinson-Krankheit im Zusammenhang mit einer Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern in einer großen Kohorte von Beschäftigten in Elektrizitätswerken beobachtet wurden.

Studie gefördert durch

  • Danish Cancer Society
  • Danish Energy Agency (Energistyrelsen)

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