Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Residential Distance to High-voltage Power Lines and Risk of Neurodegenerative Diseases: a Danish Population-based Case-Control Study. epidem.

[Wohnnähe zu Hochspannungsfreileitungen und das Risiko von neurodegenerativen Erkrankungen: eine dänische bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 2013; 177 (9): 970-978

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Fall-Kontroll-Studie in Dänemark wurde der mögliche Zusammenhang zwischen Wohnnähe zu Hochspannungsfreileitungen und neurodegenerativen Erkrankungen, insbesondere der Alzheimer-Krankheit, untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Hazard-Rate)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Wohnabstand zu 132 bis 400 kV-Hochspannungsfreileitungen: ≥ 600 m
Gruppe 2 Wohnabstand zu 132 bis 400 kV-Hochspannungsfreileitungen: 200 - < 600 m
Gruppe 3 Wohnabstand zu 132 bis 400 kV-Hochspannungsfreileitungen: 50 - < 200 m
Gruppe 4 Wohnabstand zu 132 bis 400 kV-Hochspannungsfreileitungen: 0 - < 50 m

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Das Risiko für die Entwicklung von Demenz, Parkinson-Krankheit, multiple Sklerose und Motoneuron-Erkrankung war nicht erhöht bei Personen, die in der Nähe einer Hochspannungsfreileitung 5-20 Jahre vor der Diagnose gewohnt hatten. Kein erhöhtes Risiko für Alzheimer-Krankheit wurde bei Personen beobachtet, die jemals im Abstand von bis zu 50 m zu einer Hochspannungsfreileitung gewohnt hatten (Hazard-Rate 1,04, KI 0,69-1,56). Es wurde keine Dosis-Wirkungs-Beziehung bezüglich der Anzahl an Jahren beobachtet, die in einer Wohnung im Abstand bis zu 50 m von einer Hochspannungsfreileitung entfernt gelebt wurden, aber es gab schwache Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Personen, bei denen im Alter von 75 Jahren die Diagnose gestellt wurde.
Die Autoren schlussfolgerten, dass es wenige Hinweise für einen Zusammenhang zwischen neurodegenerativer Erkranung und dem Wohnen in der Nähe einer Hochspannungsfreileitung gibt.

Studie gefördert durch

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