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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mortality from neurodegenerative disease and exposure to extremely low-frequency magnetic fields: 31 years of observations on Swiss railway employees.

[Mortalität an neurodegenerativen Erkrankungen und Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern: 31 Jahre Beobachtung an Schweizer Bahnangestellten].

Veröffentlicht in: Neuroepidemiology 2007; 28 (4): 197-206

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern (ELF-MF) und der Mortalität an neurodegenerativen Erkrankungen von Schweizern Bahnangestellten wurde in einer Kohortenstudie untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Mortalität

Exposition

Abschätzung

  • Messung: Messungen in den Zeiträumen 1993-1994 und 2003-2004
  • Berechnung: jährliche Exposition für jede Berufsgruppe und kumulative Exposition durch Aufsummieren der jährlichen Arbeitsplatz-spezifischen Exposition von Beginn bis Ende der Anstellung auf der Basis von Messungen und Modellierungen

Expositionsgruppen

Gruppe 1 Lokomotivführer
Gruppe 2 Rangierlokführer
Gruppe 3 Zugbegleiter
Gruppe 4 Bahnhofsvorsteher

Population

  • Gruppe:
    • Männer
  • Merkmale: Männer, die als Angestellte oder Pensionäre bei den Schweizerischen Bundesbahnen registriert waren
  • Beobachtungszeitraum: 1972 - 2002
  • Studienort: Schweiz

Studiengröße

Gesamtzahl 20.141
Sonstiges: 464129 Personen-Jahre
Statistische Analysemethode:
  • proportionale Hazard-Regression nach Cox

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die vier Berufsgrupen wiesen deutliche Unterschiede in der Exposition bei Magnetfeldern auf: die durchschnittliche jährliche Exposition betrug etwa 21 µT für Lokomotivführer, für Rangierlokführer3,6 µT im Jahr 1940, ansteigend auf 6,0 µT im Jahr 2000, für Zugbegleiter unter 2 µT bis 1980, ansteigend auf 4,2 µT im Jahr 2000 und für Bahnhofsvorsteher von 0,3 µT im Jahr 1940 auf 1,0 µT im Jahr 2000 ansteigend.
Die Hazard-Rate für Lokomotivführer im Vergleich zu Bahnhofsvorstehern betrug 1,96 (KI 0,98-3,92) für senile Demenz und 3,15 (KI 0,90-10,4) für Alzheimer-Krankheit. Für jede 10 µT-Jahre der kumulativen Exposition stieg die Sterblichkeit aufgrund von seniler Demenz um 5,7% (KI 1,3-10,4), von Alzheimer-Krankheit um 9,4% (KI 2,7-16,4) und von amyotropher Lateralsklerose um 2,1% (KI -6,8-11,7. Es gab keinen Hinweis auf einen Anstieg der Mortalität aufgrund von Parkinson-Erkrankung und multipler Sklerose.
Die Autoren schlussfolgern, dass diese Studie auf eine Verbindung zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und Alzheimer-Krankheit hindeutet und aufzeigt, dass die extrem niederfrequenten Magnetfelder in späteren Stadien des Krankheitsprozesses wirken könnten.

Studie gefördert durch

  • Federal Office of Public Health (FOPH; Bundesamt für Gesundheit), Switzerland
  • Federal Office of Transport (FOT; Bundesamt für Verkehr), Switzerland

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