Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mortality from neurodegenerative disease and exposure to extremely low-frequency magnetic fields: 31 years of observations on Swiss railway employees. epidem.

[Mortalität an neurodegenerativen Erkrankungen und Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern: 31 Jahre Beobachtung an Schweizer Bahnangestellten].

Veröffentlicht in: Neuroepidemiology 2007; 28 (4): 197-206

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern (ELF-MF) und der Mortalität an neurodegenerativen Erkrankungen von Schweizern Bahnangestellten wurde in einer Kohortenstudie untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Lokomotivführer
Gruppe 2 Rangierlokführer
Gruppe 3 Zugbegleiter
Gruppe 4 Bahnhofsvorsteher

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 20.141
Sonstiges:

464129 Personen-Jahre

Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die vier Berufsgrupen wiesen deutliche Unterschiede in der Exposition bei Magnetfeldern auf: die durchschnittliche jährliche Exposition betrug etwa 21 µT für Lokomotivführer, für Rangierlokführer3,6 µT im Jahr 1940, ansteigend auf 6,0 µT im Jahr 2000, für Zugbegleiter unter 2 µT bis 1980, ansteigend auf 4,2 µT im Jahr 2000 und für Bahnhofsvorsteher von 0,3 µT im Jahr 1940 auf 1,0 µT im Jahr 2000 ansteigend.
Die Hazard-Rate für Lokomotivführer im Vergleich zu Bahnhofsvorstehern betrug 1,96 (KI 0,98-3,92) für senile Demenz und 3,15 (KI 0,90-10,4) für Alzheimer-Krankheit. Für jede 10 µT-Jahre der kumulativen Exposition stieg die Sterblichkeit aufgrund von seniler Demenz um 5,7% (KI 1,3-10,4), von Alzheimer-Krankheit um 9,4% (KI 2,7-16,4) und von amyotropher Lateralsklerose um 2,1% (KI -6,8-11,7. Es gab keinen Hinweis auf einen Anstieg der Mortalität aufgrund von Parkinson-Erkrankung und multipler Sklerose.
Die Autoren schlussfolgern, dass diese Studie auf eine Verbindung zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und Alzheimer-Krankheit hindeutet und aufzeigt, dass die extrem niederfrequenten Magnetfelder in späteren Stadien des Krankheitsprozesses wirken könnten.

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel