Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Neurodegenerative disease and magnetic field exposure in UK electricity supply workers. epidem.

[Neurodegenerative Erkrankung und Magnetfeld-Exposition bei Beschäftigten in der britischen Stromversorgung].

Veröffentlicht in: Occup Med (Lond) 2014; 64 (6): 454-460

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Kohortenstudie in Großbritannien wurde untersucht, ob das Risiko für Alzheimer-Krankheit, Motoneuron-Erkrankung und Parkinson-Krankheit mit einer beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern zusammenhängt. Die vorliegende Studie ist ein Update der Publikation von Sorahan und Kheifets (2007).

Weitere Details

Die Kohorte in dieser Publikation wurde auch auf das Hirntumor-Risiko (Sorahan, 2014) und das Leukämie-Risiko (Sorahan, 2014) untersucht.
Die kumulative berufliche Exposition, die mehr als 10 Jahre zurückliegende Exposition sowie die weniger als 10 Jahre zurückliegende Exposition wurden für jeden Studienteilnehmer bestimmt. Die Analysen wurden für die ganze Kohorte und eine Sub-Kohorte mit 48 768 Beschäftigten durchgeführt, die zuerst in Elektrizitätswerken angestellt waren, da die Expositions-Abschätzungen für die Beschäftigten in Elektrizitätswerken detaillierter als für andere Beschäftigungsgruppen sind.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (relatives Risiko)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 berufliche kumulative Exposition bei Magnetfeldern: 0 - < 2,5 µT
Gruppe 2 berufliche kumulative Exposition bei Magnetfeldern: 2,5 - < 5,0 µT
Gruppe 3 berufliche kumulative Exposition bei Magnetfeldern: 5,0 - < 10,0 µT
Gruppe 4 berufliche kumulative Exposition bei Magnetfeldern: 10,0 - < 20,0 µT
Gruppe 5 berufliche kumulative Exposition bei Magnetfeldern: ≥ 20 µT
Referenzgruppe 6 mehr als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 0 - < 2,5 µT
Gruppe 7 mehr als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 2,5 - < 5,0 µT
Gruppe 8 mehr als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 5,0 - < 10,0 µT
Gruppe 9 mehr als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 10,0 - < 20,0 µT
Gruppe 10 mehr als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: ≥ 20 µT
Referenzgruppe 11 weniger als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 0 - < 2,5 µT
Gruppe 12 weniger als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 2,5 - < 5,0 µT
Gruppe 13 weniger als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 5,0 - < 10,0 µT
Gruppe 14 weniger als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: 10,0 - < 20,0 µT
Gruppe 15 weniger als 10 Jahre zurückliegende, berufliche Exposition bei Magnetfeldern: ≥ 20 µT

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 73.051
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurden keine statistisch signifikanten Trends des Risikos für Alzheimer-Krankheit, Motoneuron-Erkrankung und Parkinson-Krankheit beobachtet, die eine Erhöhung mit der gesamten, länger zurückliegenden und kürzlich erfahrenen beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern zeigen.
Die Autoren schlussfolgern, dass es keine überzeugende Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen bei den Beschäftigten in der britischen Stromversorgung als Folge einer Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern gibt.

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel