Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of exposure of the ear to GSM microwaves: in vivo and in vitro experimental studies. med./bio.

[Wirkungen einer GSM-Mikrowellen-Exposition auf das Ohr: experimentelle in vivo und in vitro-Untersuchungen].

Veröffentlicht in: Int J Audiol 2004; 43 (9): 545-554

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurden die Wirkungen von Handy-Mikrowellen (GSM) auf die Ohren von Meerschweinchen in in vivo- und in in vitro-Experimenten untersucht.

Hintergrund/weitere Details

Da das Gehirn ebenfalls bei den Mikrowellen exponiert wird, könnten auditorische Funktionen durch die Wirkung auf Ebene des Innenohrs und/oder zentraler auditorische Signalwege verursacht werden. Das Experiment hatte zum Ziel, periphere (durch DPOAE-Messungen) und zentrale auditorische Funktionen (akustisch evozierte Hirnstammpotenziale) nach Mikrowellen-Exposition der Tiere getrennt zu untersuchen. Im in vivo-Experiment wurden Gruppen von acht Meerschweinchen mit ihrem linken Ohr GSM-Mikrowellen ausgesetzt und otoakustische Verzerrungsprodukte (DPOAEs) gemessen sowie die Schwellenwerte der akustisch evozierten Hirnstammpotenziale aufgezeichnet.
In vitro wurden die beiden Corti-Organe von 15 neugeborenen Ratten isoliert und in Kultur gebracht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: täglich wiederholte Exposition, 1 h/Tag, 5 Tage/Woche, für 2 Monate
Exposition 2: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h
  • SAR: 1 W/kg nicht spezifiziert

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer täglich wiederholte Exposition, 1 h/Tag, 5 Tage/Woche, für 2 Monate
Zusatzinfo in vivo
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Pulsart rechteckig
Zusatzinfo

GSM modulation

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • loop antenna, RF generator
Kammer An eight-compartment setup was constructed from RF absorbing panels avoiding interference among antennas.
Aufbau Guinea pigs were held in a holding device composed of two sliding-yoke PVC tubes each with a V notch providing a hole for the neck in order to keep the head outside the tube and maintained straight by a sliding ring adjusted over the nose of the animal. The animal body could lie comfortably on a platform inside the tube assembly. The antenna was fixed horizontally at the level of the external auditory canal of the left ear in contact with the edge of the pinna.
Zusatzinfo Sham exposure took place under the same conditions but in the absence of RF field.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg Mittelwert gemessen - -
SAR 2 W/kg Mittelwert gemessen - -
SAR 4 W/kg Mittelwert gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h
Zusatzinfo in vitro
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Pulsart rechteckig
Zusatzinfo

GSM modulation

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • wire-patch cell
Kammer Two pieces of wire-patch cell (WPC) apparatus (see reference article) were used to expose the organs of Corti (OCs) in Petri dishes. Each WPC was placed in its own incubator for true blind operation.
Aufbau The WPC consisted of two parallel square metallic plates with the bottom one being powered with RF through a coaxial line passing through the top one. Four poles at the four corners between the plates allowed for optimal tuning of the device.
Zusatzinfo For each rat, one OC was exposed, and the other one was sham-exposed.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg nicht spezifiziert gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten zwischen den exponierten und nicht-exponierten Ohren/Gruppen keine Unterschiede in den DPOAE-Amplituden oder in den Schwellenwerten der akustisch evozierten Hirnstammpotenziale.
Die Corti-Organe schienen in diesem Entwicklungs-Stadium alle normal zu sein.
Die Ergebnisse lieferten keinen Nachweis, dass Mikrowellen-Befeldung bei Werten, die von Handys erzeugt werden, keinen Schaden am Innenohr oder im auditorischen Signalweg in den Tieren anrichten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel