Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Audiologic disturbances in long-term mobile phone users.

[Audiologische Störungen bei Langzeit-Mobiltelefon-Nutzern].

Veröffentlicht in: J Otolaryngol Head Neck Surg 2010; 39 (1): 5-11

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Querschnittsstudie in Indien durchgeführt, um die möglichen gesundheitlichen Wirkungen einer Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Wellen, die von GSM-Mobiltelefonen ausgehen, auf die Hör-Funktion abzuschätzen.

Weitere Details

Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer Reihe von audiologischen Untersuchungen, zu denen die Reinton-Audiometrie, das Einsilberverstehen, das Zahlenverstehen, die Impedanz-Audiometrie, die Verzerrungsprodukte otoakustischer Emissionen (DPOAE), die akustisch evozierte Hirnstammpotenziale (ABR) und der mittlere Latenzzeit-Antwort-Test gehörten.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Prävalenz

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Kontrollgruppe: nie ein Mobiltelefon verwendet
Gruppe 2 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: 1 - 2 Jahre, < 60 min/Tag
Gruppe 3 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: 1 - 2 Jahre, ≥ 60 min/Tag
Gruppe 4 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: 2 - 4 Jahre, < 60 min/Tag
Gruppe 5 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: 2 - 4 Jahre, ≥ 60 min/Tag
Gruppe 6 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: > 4 Jahre, < 60 min/Tag
Gruppe 7 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: > 4 Jahre, ≥ 60 min/Tag
Referenzgruppe 8 Kontrollgruppe: nie ein Mobiltelefon verwendet, ≤ 30 Jahre alt
Gruppe 9 Mobiltelefon-Nutzer: ≤ 30 Jahre alt
Referenzgruppe 10 Kontrollgruppe: nie ein Mobiltelefon verwendet, > 30 Jahre alt
Gruppe 11 Mobiltelefon-Nutzer: > 30 Jahre alt

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 18–45 yr
  • Merkmale: zufällige Krankenhausbesucher, Besucher von Patienten, Personen, die auf eine Medienkampagne zur Mobiltelefon-Nutzung antworteten
  • Beobachtungszeitraum: Juli 2005 - November 2006
  • Studienort: Indien (Chandigarh)
  • Datenquelle: Abteilung Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie, Postgraduierten-Institut für Medizinische Bildung und Forschung, Chandigarh
  • Ausschlusskriterien: Vorgeschichte mit Ohr-Ausfluss, vorausgegangenem Hör-Verlust, Ohr-Chirurgie, Gehör-schädigende Medikamenten-Einnahme, dauerhafte Lärm-Exposition, Kopf-Trauma; Verwendung von CDMA-Mobiltelefonen

Studiengröße

Gesamtzahl 162
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern von Mobiltelefonen bei den verschiedenen audiologischen Untersuchungen festgestellt. Jedoch wurde ein Trend für audiologische Störungen bei den Nutzern aufgedeckt. Zu den Risikofaktoren könnten Alter über 30 Jahre, Mobiltelefon-Nutzung länger als 4 Jahre und mehr als 60 Minuten/Tag, Tinnitus und Wärme am Ohr während des Telefonierens zählen. Die Autoren folgerten, dass langzeitige und intensive Mobiltelefon-Nutzung einen Innenohr-Schaden verursachen könnte.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse sollten mit Vorsicht interpretiert werden, da eine große Stichprobengröße zur endgültigen Schlussfolgerung notwendig ist.

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