Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Auditory changes in mobile users: is evidence forthcoming? epidem.

[Hör-Veränderungen bei Handy-Nutzern: Kommen Hinweise auf?]

Veröffentlicht in: Otolaryngol Head Neck Surg 2011; 144 (4): 581-585

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Studie in Indien durchgeführt, um mögliche Veränderungen in der Hörfunktion durch chronische Exposition bei GSM- und CDMA-Mobiltelefonen zu herauszufinden.

Weitere Details

Alle Studienteilnehmer unterzogen sich einer Reihe von audiologischen Untersuchungen, zu denen die Reinton-Audiometrie, das Einsilberverstehen, das Zahlenverstehen, die Impedanz-Audiometrie, die Verzerrungsprodukte otoakustischer Emissionen (DPOAE), die akustisch evozierte Hirnstammpotenziale (ABR) und der mittlere Latenzzeit-Antwort-Test gehörten.
Chronische Nutzung wurde als Nutzung eines Mobiltelefons für länger als 1 Jahr definiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Nichtnutzer von Mobiltelefonen: Kontrollen
Gruppe 2 GSM-Nutzer
Gruppe 3 CDMA-Nutzer
Gruppe 4 GSM-Nutzer, insgesamte Nutzung: < 3 Jahre
Gruppe 5 GSM-Nutzer, insgesamte Nutzung: > 3 Jahre
Gruppe 6 CDMA-Nutzer, insgesamte Nutzung: < 3 Jahre
Gruppe 7 CDMA-Nutzer, insgesamte Nutzung: > 3 Jahre

Population

Studiengröße

Typ Wert
Teilnehmerzahl 183
Sonstiges:

63 Teilnehmer verwendeten GSM-Handys, 62 Teilnehmer verwendeten CDMA-Handys, 58 Teilnehmer benutzten keine Mobiltelefone und dienten als Kontrollen

Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Nutzer von GSM- und CDMA-Mobiltelefonen hatten ein signifikant höheres Risiko für fehlende Verzerrungsprodukte otoakustischer Emissionen (DPOAE) im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Bei GSM- und CDMA-Nutzern wurden eine höhere Schwelle beim Sprachverstehen und niedrigere Na- und Pa-Amplituden der mittleren Latenzzeit beobachtet. Stärkere Veränderungen in den Hör-Parametern wurden bei Teilnehmern mit mehr als 3-jähriger Mobiltelefon-Nutzung beobachtet, verglichen mit Personen mit höchstens 3-jähriger Nutzung. Die Schädigung trat bei beiden Seiten im gleichen Umfang bei GSM- und CDMA-Nutzung auf.
Die Autoren schlussfolgern, dass lange und intensive Nutzung von GSM- und CDMA-Mobiltelefonen Schädigungen der Cochlea sowie der Hör-Rinde hervorrufen könnte.

Studie gefördert durch

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