Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Comparison of biological effects between continuous and intermittent exposure to GSM-900-MHz mobile phone radiation: Detection of apoptotic cell-death features. med./bio.

[Vergleich der biologischen Wirkungen zwischen kontinuierlicher und intermitterender Exposition bei GSM 900 MHz Mobiltelefon-Befeldung: Nachweis von apoptotischen Zelltod-Merkmalen].

Veröffentlicht in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2010; 700 (1-2): 51-61

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss verschiedener Muster intermittierender Expositionen mit unterschiedlichen Intervallen mit den Wirkungen einer kontinuierlichen Exposition derselben Dauer einer GSM-Exposition auf das Reproduktions-Vermögen der Fliege Drosophila melanogaster verglichen werden.

Hintergrund/weitere Details

Das Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob verschiedene Intervalle von intermittierenden Expositionen auf die mögliche Existenz von DNA-Reparatur-Mechanismen hindeuten. Ein weiteres Ziel der Studie war es zu bewerten, ob eine GSM-Befeldung eine Wirkung auf die Deorganistaion des Aktin-Zytoskelett-Netzwerks hat, was einen weiteren charakteristischen Aspekt des Zelltods in den Eikammern darstellt.
Jede Gruppe bestand aus neun weiblichen und neun männlichen frisch geschlüpften Fliegen, die für die ersten 48 Stunden in separaten Fläschchen gehalten wurden. Nach den 48 Stunden, wenn sowohl die Männchen wie auch die Weibchen sexuell ausgereift waren, wurden sie zusammen in ein anderes Glasfläschchen überführt (neun Paare), wo sie sich paaren und für die nächsten 72 Stunden Eier ablegen konnten. Die Fliegen wurden bei den unterschiedlichen Mustern während der ersten fünf Tage jedes Experiments insgesamt 6 Minuten täglich exponiert. Am sechsten Tag gab es eine zusätzliche letzte Exposition und 2-3 Stunden später wurden die elterlichen Fliegen aus den Gläschen entfernt. Die Fliegen waren in fünf Expositions-Gruppen (eine kontinuierliche Expositions-Gruppe und vier intermittierende Expositions-Gruppen) und eine Schein-Expositions-Gruppe aufgeteilt.
Für die Zelltod-Untersuchungen wurden die Ovariolen untersucht (Hintergrund-Informationen zu den Ovariolen, siehe Panagopoulos 2007b).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 6 Min./Tag an 6 Tagen
Exposition 2: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 1 Min. an - 10 Min. aus, 6-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Exposition 3: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 2 Min. an - 10 Min. aus, 3-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Exposition 4: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 3 Min. an - 10 Min. aus, 2-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Exposition 5: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 3 Min. an - 6 h aus, 2-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Exposition 6:
  • nicht spezifiziert
Expositionsdauer: 6 Min./Tag an 6 Tagen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 6 Min./Tag an 6 Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau mobile phone's antenna in contact with the glass vial containing the insects; phone in speaking mode
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 18,6 V/m Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 2,7 V/m
magnetische Flussdichte 0,075 µT Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,017 µT
Leistungsflussdichte 0,35 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,07 mW/cm²

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer 1 Min. an - 10 Min. aus, 6-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 18,6 V/m Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 2,7 V/m
magnetische Flussdichte 0,075 µT Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,017 µT
Leistungsflussdichte 0,35 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,07 mW/cm²

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer 2 Min. an - 10 Min. aus, 3-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 18,6 V/m Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 2,7 V/m
magnetische Flussdichte 0,075 µT Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,017 µT
Leistungsflussdichte 0,35 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,07 mW/cm²

Exposition 4

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer 3 Min. an - 10 Min. aus, 2-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 18,6 V/m Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 2,7 V/m
magnetische Flussdichte 0,075 µT Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,017 µT
Leistungsflussdichte 0,35 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,07 mW/cm²

Exposition 5

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer 3 Min. an - 6 h aus, 2-mal wiederholt/Tag an 6 Tagen
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 18,6 V/m Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 2,7 V/m
magnetische Flussdichte 0,075 µT Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,017 µT
Leistungsflussdichte 0,35 mW/cm² Mittelwert über Zeit gemessen - +/- 0,07 mW/cm²

Exposition 6

Hauptcharakteristika
Frequenz
  • nicht spezifiziert
Expositionsdauer 6 Min./Tag an 6 Tagen
Zusatzinfo Schein-Exposition
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 0 V/m - - - -
magnetische Flussdichte 0 µT - - - -
Leistungsflussdichte 0 mW/cm² - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten, dass eine intermittierende Exposition das Reproduktions-Vermögen verminderte und das Aktin-Zytoskelett-Netzwerk der Eikammern veränderte und dass diese Wirkung aufgrund von DNA-Fragmentierung zustandekommt. Intermittierende Expositionen mit 10 Minuten-Intervallen zwischen den Expositions-Sessions waren beinahe ebenso wirksam wie die kontinuierliche Exposition derselben Dauer, wohingegen sich die Fliegen bei längeren Intervalle zu erholen schienen und teilweise die oben genannten Wirkungen der GSM-Exposition überwinden konnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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