Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Can exposure to a terrestrial trunked radio (TETRA)-like signal cause symptoms? A randomised double-blind provocation study. med./bio.

[Kann die Exposition bei einem Terrestrischen Bündelfunk (TETRA)-ähnlichen Signal Symptome verursachen? Eine randomisierte, doppelblinde Provokationsstudie].

Veröffentlicht in: Occup Environ Med 2011; 68 (5): 339-344

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob die Exposition bei einem kontinuierlichen Welle-Signal von 385,25 MHz oder einem TETRA-ähnlichen Signal zu akuten Symptomen bei regelmäßigen TETRA-Nutzern führt, die eine Empfindlichkeit gegenüber TETRA angeben, im Vergleich zu solchen Nutzern, die keine Empfindlichkeit angeben.

Hintergrund/weitere Details

60 sensible und 60 nicht-sensible Teilnehmer wurden bei drei 50-minütigen Bedingungen exponiert: Bei einem Signal mit einer 16 Hz-Komponente, bei einer kontinuierlichen Welle-Bedingung und einer Schein-Exposition. Die Fragebögen wurden vor der Exposition und 5, 15, 30 und 50 Minuten während der Exposition ausgefüllt. Nach einer Ruheperiode von 30 Minuten wurde der Teilnehmer gefragt, ob er dachte, dass das Gerät ein Signal emittierte und wie sicher er sich dessen war.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 385,25 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 50 min
Exposition 2: 385,25 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 50 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 385,25 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 50 min
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • UK Mobile Telecommunications and Health Research programme's TETRA exposure system
Aufbau handset attached to the test person's head via a headband so that the antenna was positioned above and slightly behind the left ear within a few millimeters of the head
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 250 mW Mittelwert - - -
SAR 1,3 W/kg Maximum - 10 g in der Nähe der Antenne
SAR 0,3 W/kg Mittelwert über Masse - 10 g vom Gehäuse des Mobilteils ausgehend

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 385,25 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 50 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 16 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 250 mW Mittelwert - - -
SAR 1,3 W/kg Maximum - 10 g in der Nähe der Antenne
SAR 0,3 W/kg Mittelwert über Masse - 10 g vom Gehäuse des Mobilteils ausgehend
Leistung 1 W Spitzenwert - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Exposition bei dem kontinuierlichen Welle-Signal erhöhte bei allen Teilnehmern die Angaben von Kopfschmerzen, der Ermüdung der nicht-sensiblen Teilnehmer und die Konzentrations-Schwierigkeit bei sensiblen Teilnehmern. Paradoxerweise reduzierte die Exposition die Juckreiz-Empfindungen bei den sensiblen Teilnehmern. Diese Wirkungen wurden, außer der Konzentrations-Wirkung, nicht unter der Bedingung mit 16 Hz-Pulsierung (TETRA-ähnlich) beobachtet. Die statistische Analyse (multiple Vergleiche) hob die meisten signifikanten Wirkungen auf, aber nicht die, die mit dem Juckreiz verbunden waren.
Weder die sensiblen noch die nicht-sensiblen Teilnehmer konnten zwischen den Expositionen während des Experiments unterscheiden, noch konnten sie sagen, welche Session am wahrscheinlichsten die Schein-Exposition oder welche die TETRA war.
Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass eine Exposition gegenüber TETRA-Signalen nicht verantwortlich für die Symptome ist, die von manchen Nutzern genannt werden, obwohl die Exposition gegenüber dem kontinuierlichen Welle-Signal Symptome hervorrufen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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