Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

ELF-EMFs induced effects on cell lines: controlling ELF generation in laboratory med./bio.

[ELF-EMFs-induzierte Wirkungen auf Zelllinien: Kontrolle der ELF-Erzeugung im Labor]

Veröffentlicht in: Progr Electromagn Res B (PIER B) 2010; 24: 131-153

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Studie hatte zwei Ziele: Erstens sollte die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies und das mitochondriale Membranpotenzial verschiedener Zellmodelle (neuronale, gliale und skelettmuskuläre Zellen) während der in vitro-Zell-Exposition bei extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern untersucht werden, und zweitens sollten die Protokolle beschrieben werden, insbesondere die entwickelte Ausrüstung, um eine kontrollierte Exposition biologischer Modelle bei einem elektromagnetischen 50 Hz-Feld zu garantieren.
Zusätzlich werden die Ergebnisse früherer Studien zu Tier-Modellen (Falone et al. 2008) und zellulärer Modelle mit prokaryotischen Zellen (Cellini et al. 2008) zusammengefasst. Details zu diesen Studien werden in dem vorliegenden Extrakt nicht aufgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 min (akute Exposition) oder 7 Tage (chronische Exposition)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 min (akute Exposition) oder 7 Tage (chronische Exposition)
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Helmholtz coils with a side length of 828 mm, a separation of 451 mm and 64 turns of AWG (American Wire Gauge) 12 wire
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo whether the chronic exposure was also done with Helmholtz coils or instead with a solenoid is not stated clearly in the article
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,1 mT Minimum - - -
magnetische Flussdichte 1 mT Maximum - - -

Referenzartikel

  • Di Loreto S et al. (2009): Fifty hertz extremely low-frequency magnetic field exposure elicits redox and trophic response in rat-cortical neurons
  • Cellini L et al. (2008): Bacterial response to the exposure of 50 Hz electromagnetic fields
  • Falone S et al. (2008): Chronic exposure to 50Hz magnetic fields causes a significant weakening of antioxidant defence systems in aged rat brain
  • Falone S et al. (2007): Fifty hertz extremely low-frequency electromagnetic field causes changes in redox and differentiative status in neuroblastoma cells
  • Simko M et al. (2004): Extremely low frequency electromagnetic fields as effectors of cellular responses in vitro: possible immune cell activation

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Zell-Reaktion (ROS-Produktion und/oder mitochondriales Membranpotenzial) nach der akuten Exposition bei den extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern strikt und mehr vom Zell-Modell abhing als von der magnetischen Feldstärke oder der Expositions-Dauer. Sowohl bei den Neuron-ähnlichen (PC12) als auch bei den Glia-ähnlichen (GL15) Zelllinien wurde ein signifikanter Anstieg der reaktiven Sauerstoffspezies-Produktion nachgewiesen, mit einem jeweiligen unterschiedlichen Zeitverlauf bei jeder Zelllinie. Bei den GL15-Zellen verursachte dies möglicherweise die Abnahme beim mitochondrialen Membranpotenzial, was ebenfalls bei den C2C12-Zellen beobachtet wurde.
Die Zellproliferation und die Zelldifferenzierung waren nach der chronischen Exposition bei den extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern bis zu 1 mT nicht verändert.

Studienmerkmale:

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