Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Fifty hertz extremely low-frequency magnetic field exposure elicits redox and trophic response in rat-cortical neurons. med./bio.

[Exposition bei einem extrem niederfrequenten 50 Hz-Magnetfeld löst eine Redox- und Trophie-Reaktion bei kortikalen Neuronen der Ratte aus].

Veröffentlicht in: J Cell Physiol 2009; 219 (2): 334-343

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Veränderungen im Redox-Status und im Schutz durch Antioxidationsmittel und durch die entgiftende enzymatische Abwehr sowie die Variationen in den Expressions-Profilen von Wachstumsfaktoren und Zytokinen untersucht werden, die in kortikalen Neuronen der Ratte durch die Exposition bei zwei unterschiedlichen Stärken einer extrem niederfrequenten Magnetfeld-Exposition (0,1 und 1 mT) während der Zell-Reifung induziert werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Gehalte an Malondialdehyd wurden ebenfalls untersucht, um zu bewerten, ob dieses extrem niederfrequente Magnetfeld-basierte experimentelle Modell in der Lage ist, einen nachweisbaren Schaden an vielfach ungesättigten Fettsäure-reichen neuronalen Zellmembranen (typisch für kortikale Neuronen) zu verursachen.
Die Studie wurde mit kortikalen Neuronen durchgeführt, da diese Zellen besonders empfindlich gegenüber oxidativen Stressoren sind und ebenso stark abhängig sind von spezifischen Faktoren und Proteinen, die die neuronale Entwicklung, die Aktivität und das Überleben steuern.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 7 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 7 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau solenoids with forced air circulation
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,1 mT - gemessen - von der Europäischen Gemeinschaft empfohlener Referenzwert für die Exposition der allgemeinen Öffentlichkeit
magnetische Flussdichte 1 mT - gemessen - 10-fache des von der Europäischen Gemeinschaft empfohlenen Referenzwertes für die berufliche Exposition

Referenzartikel

  • Piacentini R et al. (2008): Extremely low-frequency electromagnetic fields promote in vitro neurogenesis via upregulation of Ca(v)1-channel activity.
  • Lisi A et al. (2005): Exposure to 50 Hz electromagnetic radiation promote early maturation and differentiation in newborn rat cerebellar granule neurons.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten, dass extrem niederfrequente Magnetfelder in neuronalen Primärkulturen der Ratte positiv die Zelllebensfähigkeit beeinflussten und gleichzeitig die Werte für den apoptotischen Zelltod reduzierten, ohne signifikante Wirkungen auf die hauptsächliche anti-oxidative Abwehr. Eine lineare Regressionsanalyse deutete auf eine positive Korrelation zwischen den Werten des reduzierten Glutathions und der reaktiven Sauerstoffspezies bei 1 mT-Magnetfeld-exponierten Zellen hin.
Diese angepasste Reaktion wurde möglicherweise durch einen Redox-verbundenen Mechanismus vermittelt, an dem die Radikalfänger-Wirkung von reduziertem Glutathion beteiligt ist und durch die Verstärkung der neurotrophischen Unterstützung.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel