Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Melatonin protects rat thymus against oxidative stress caused by exposure to microwaves and modulates proliferation/apoptosis of thymocytes. med./bio.

[Melatonin schützt den Ratten-Thymus vor oxidativem Stress, verursacht durch Mikrowellen-Exposition und verändert die Proliferation/Apoptose von Thymozyten].

Veröffentlicht in: Gen Physiol Biophys 2013; 32 (1): 79-90

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer Melatonin-Verabreichung auf oxidativen Stress, DNA-Fragmentierung, Apoptose und Zellteilung in Thymozyten bei Mikrowellen-exponierten Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden 4 Gruppen untersucht: 1.) Schein-Exposition, Injektion mit Salzlösung, 2.) Scheinexposition + Injektion mit 2 mg Melatonin pro kg Körpergewicht, 3.) Exposition und 4.) Exposition + Injektion mit 2 mg Melatonin pro kg Körpergewicht (21 Ratten pro Gruppe). Nach 20, 40 und 60 Tagen wurden jeweils 7 Ratten pro Gruppe betäubt und nach Entnahme der Milz getötet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden/Tag an 20, 40 oder 60 aufeinanderfolgenden Tagen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden/Tag an 20, 40 oder 60 aufeinanderfolgenden Tagen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau mobile phone was placed in a small perforated polycarbonated box in the center of the cage; seven freely moving rats per cage were placed on absorbing material made of rubber with wooden isolation surface
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo exposure was performed in the same room where all animals were housed or in another room (remark EMF-Portal: contradictory statements)
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 4,68 µT Minimum geschätzt - -
magnetische Flussdichte 8,69 µT Maximum geschätzt - -
elektrische Feldstärke 9,88 V/m Minimum geschätzt - -
elektrische Feldstärke 18,356 V/m Maximum geschätzt - -
SAR 0,043 W/g Minimum geschätzt - -
SAR 0,135 W/g Maximum geschätzt - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In den exponierten Gruppen ohne Melatonin (nach 20, 40 und 60 Tagen) war das Ausmaß der Lipidperoxidation und der Protein-Oxidation, sowie die Enzymaktivitäten der Katalase, der Xanthinoxidase, der DNAse I und DNAse II im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht. Eine Melatonin-Verabreichung verhinderte bei den exponierten Ratten diese Wirkungen (außer bei der Protein-Oxidation nach 20 und 40 Tagen).
Die Anzahl der apoptotischen Zellen war in den exponierten Gruppen ohne Melatonin im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erniedrigt. Darüber hinaus stieg die Anzahl der apoptotischen Zellen mit steigender Expositions-Dauer an. Die Gabe von Melatonin reduzierte die Apoptose-Rate bei den exponierten Ratten signifikant. Die Zellteilung der Thymozyten war in den exponierten Gruppen ohne Melatonin im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erniedrigt. Diese Wirkung war stärker je länger die Ratten exponiert worden waren. Wurde den exponierten Ratten Melatonin verabreicht, erhöhte sich die Zellteilungsrate im Vergleich zur Expositions-Gruppe ohne Melatonin-Gabe.
Die Autoren schlussfolgern, dass Melatonin eine schützende Wirkung gegen oxidativen Stress haben könnte und Vorgänge wie Apoptose und Zellteilung bei Mikrowellen-exponierten Ratten verändern könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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