Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Oxidative stress induced by 1.8 GHz radio frequency electromagnetic radiation and effects of garlic extract in rats. med./bio.

[Oxidativer Stress, induziert durch 1,8 GHz hochfrequente elektromagnetische Befeldung, und Wirkungen von Knoblauch-Extrakten bei Ratten].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2012; 88 (11): 799-805

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten oxidative Schäden untersucht werden, die durch eine Exposition bei einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld, emittiert von einem Mobiltelefon, hervorgerufen werden, und die schützende Wirkung von einem Knoblauch-Extrakt, welches als Antioxidans eingesetzt wird.

Hintergrund/weitere Details

66 Ratten wurden auf drei Gruppen aufgeteilt (n=22 pro Gruppe): 1.) Expositions-Gruppe, 2.) Exposition + Knoblauch-Verabreichung (500 mg/kg/d) und 3.) Kontrollgruppe. Am Ende des Versuches wurden Blut- und Gehirn-Gewebe-Proben entnommen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1.750–1.850 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 h/Tag während 3 Wochen

Allgemeine Informationen

Rats were divided into the following three groups: i) EMF exposure ii) EMF exposure + daily treatment with 500 mg/kg body weight garlic extract iii) control

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1.750–1.850 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 h/Tag während 3 Wochen
Modulation
Modulationsart s. Zusatzinfo
Zusatzinfo

GSM

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Monopolantenne
  • GSM simulator
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 6 cm
Aufbau rats kept during exposure in plastic constrainers positioned radially around a 15 cm high antenna
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 1 W - - - Ausgangsleistung
SAR 0,4 W/kg - berechnet Ganzkörper -
elektrische Feldstärke 17,23 V/m Mittelwert über Zeit gemessen - ± 1,48 V/m

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In den verschiedenen Gruppen wurden keine Unterschiede hinsichtlich des Gehalts an Malondialdehyd, weder im Serum noch in den Gehirn-Homogenaten, gefunden. Es gab auch keine Unterschiede im Gehalt der "advanced oxidation protein products" im Serum zwischen den Gruppen. Allerdings war der Gehalt der "advanced oxidation protein products" in den Gehirn-Homogenaten der exponierten Ratten statistisch signifikant höher als der der Kontrollgruppe. In der exponierten Gruppe mit Knoblauch-Gabe war der Gehalt der "advanced oxidation protein products" im Vergleich zur exponierten Gruppe signifikant niedriger. Es fand sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der exponierten Gruppe mit Knoblauch-Gabe und der Kontrollgruppe. Der Stickstoffmonoxid-Gehalt im Serum war in beiden Expositions-Gruppen signifikant erhöht verglichen mit der Kontrollgruppe, unterschied sich jedoch zwischen den beiden Expositions-Gruppen nicht signifikant. Es wurden keine Unterschiede in den Paraoxonase-Gehalten im Serum zwischen den Gruppen gefunden. In den Gehirn-Homogenaten wurde keine Paraoxonase gefunden.
Die Autoren fassen zusammen, dass die Exposition bei einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld von 1,8 GHz keinen Anstieg der Lipidperoxidation oder dem Stickstoffmonoxid-Gehalt verursachte, aber zu einer Protein-Oxidation im Gehirn-Gewebe und einem Anstieg des Stickstoffmonoxid-Gehaltes im Serum führte. Außerdem reduzierte eine Knoblauch-Gabe die Protein-Oxidation im Gehirn-Gewebe, hatte jedoch keine Wirkung auf den Stickstoffmonoxid-Gehalt im Serum.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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