Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low-frequency electromagnetic fields induce neural differentiation in bone marrow derived mesenchymal stem cells. med./bio.

[Extrem niederfrequente elektromagnetische Felder induzieren neurale Differenzierung in Knochenmark-abgeleiteten mesenchymalen Stammzellen].

Veröffentlicht in: Exp Biol Med (Maywood) 2013; 238 (8): 923-931

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die positive Wirkung einer Exposition bei einem extrem niederfrequenten Magnetfeld auf die Proteinexpression während der Zelldifferenzierung in Knochenmark-abgeleiteten mesenchymalen Stammzellen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Knochenmark-abgeleiteten mesenchymalen Stammzellen haben das Potenzial, in Nerven-typische Zellen zu differenzieren.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für bis zu 12 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für bis zu 12 Tage
Expositionsaufbau
Kammer cells were incubated in an incubator at 37 °C and 5 % CO2
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT - - - -

Referenzartikel

  • Cho H et al. (2012): Neural stimulation on human bone marrow-derived mesenchymal stem cells by extremely low frequency electromagnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Im Vergleich zu den Kontroll-Zellkulturen war die Zell-Zahl in den exponierten Zellkulturen nach 6 und 12 Tagen signifikant niedriger. Außerdem zeigten die Zellen der exponierten Gruppe morphologische Veränderungen, die auf Axon-ähnliche Eigenschaften hinwiesen: Sie erschienen schmaler, länger und verzweigter als Zellen der Kontrollgruppe. In den exponierten Zellen war im Vergleich zu den Kontroll-Zellen der Zelldifferenzierungs-Marker "Mikrotubuli-assoziiertes Protein 2" signifikant erhöht, während der Gehalt des frühen neuralen Reife-Markers Nestin signifikant erniedrigt war. Der intrazelluläre Gehalt an Calcium war in der den exponierten Zellkulturen im Vergleich zur Kontrolle signifikant erhöht.
Mittels zweidimensionaler Gelelektrophorese wurden 8 Spots mit Unterschied in der Proteinexpression festgestellt und mittels Massenspektrometrie weiter identifiziert. Lediglich die Proteinexpression von Ferritin wurde auch mittels Western Blot überprüft.
Die Daten deuten darauf hin, dass die Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern die Zelldifferenzierung bei Knochenmark-abgeleiteten mesenchymalen Stammzellen fördert und könnten dabei helfen, die Wirkung einer extrem niederfrequenten Magnetfeld-Stimulation auf Knochenmark-abgeleitete mesenchymale Stammzellen während der neuralen Differenzierung und die mögliche Nutzung als klinische therapeutische Option zur Behandlung von neurodegenerativen Krankheiten zu verstehen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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