Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency magnetic field induces human neuronal differentiation through NMDA receptor activation. med./bio.

[Ein extrem niederfrequentes Magnetfeld induziert die neuronale Differenzierung beim Menschen durch NMDA-Rezeptor-Aktivierung].

Veröffentlicht in: J Neural Transm (Vienna) 2019; 126 (10): 1281-1290

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition menschlicher Stammzellen bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf die neuronale Differenzierung und die Beteiligung des NMDA-Rezeptors untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Zellen wurden in eine Expositions-Gruppe und eine Schein-Expositions-Gruppe aufgeteilt. Zur Untersuchung der Rolle des NMDA-Rezeptors wurde ein Teil der Zellen mit Memantin, einem NMDA-Rezeptor-Antagonisten, behandelt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Helmholtz-Spulen-Paar, das in einem Zell-Inkubator platziert wurde; das Signal der Stromleitung wurde durch einen Spartransformator abgeschwächt und den Spulen zugeführt, um das Magnetfeld zu erzeugen
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Effektivwert gemessen - -

Referenzartikel

  • Cho H et al. (2012): Neural stimulation on human bone marrow-derived mesenchymal stem cells by extremely low frequency electromagnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Sowohl die immunhistochemische Färbung als auch der Western Blot zeigten eine signifikante Zunahme der neuronalen Differenzierung der Zellen in der Expositions-Gruppe im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe. Die ausdifferenzierten Neuronen in der Exposition-Gruppe zeigten zudem signifkant längere Axone und einen signifkant erhöhten Gehalt an c-Fos im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe. Durch Zugabe des NMDA-Rezeptor-Inhibitors Memantin konnten diese Wirkungen aufgehoben werden.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition menschlicher Stammzellen bei einem 50 Hz-Magnetfeld die neuronale Differenzierung unter Beteiligung des NMDA-Rezeptors fördern könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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