Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low frequency magnetic field modulates the level of neurotransmitters. med./bio.

[Extrem niederfrequentes Magnetfeld moduliert den Neurotransmitter-Gehalt].

Veröffentlicht in: Korean J Physiol Pharmacol 2015; 19 (1): 15-20

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer Ganzkörperexposition von Ratten bei einem 60 Hz-Magnetfeld auf den Gehalt einiger Neurotransmitter und von Stickstoffmonoxid im Gehirn untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

30 Ratten wurden auf die folgenden Gruppen aufgeteilt (jeweils n=10): 1) Schein-Exposition, 2) Exposition für 2 Tage und 3) Exposition für 5 Tage.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 Tage
Exposition 2: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau a pair of Helmholtz coils embedded in an open rectangular frame (140x85x70 cm3), with each coil having 200 turns of an insulated soft copper wire with a diameter of 1 mm; each winding was split, allowing the current to flow in the same direction through each half of the winding (field adding); non-magnetic cage was placed at the center; temperature was 25±2°C
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2 mT Effektivwert gemessen - im Zentrum des Käfigs
magnetische Flussdichte 1,8 mT Effektivwert gemessen - am Rande des Käfigs

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2 mT Effektivwert gemessen - im Zentrum des Käfigs
magnetische Flussdichte 1,8 mT Effektivwert gemessen - am Rande des Käfigs

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei den biogenen Amin-Neurotransmittern waren in beiden Expositions-Gruppen im Vergleich zur Schein-Exposition in allen Hirn-Regionen bis auf den Kortex der Norepinephrin-Spiegel signifikant verringert und der Vanillinmandel-Säure-Spiegel signifikant erhöht. In Gruppe 3 (5-tägige Exposition) war im Vergleich zur Schein-Exposition der Gehalt an Serotonin im Striatum und Thalamus signifikant erhöht. Der 5-Hydroxyindolessig-Säure-Spiegel in Gruppe 3 im Striatum und Hippocampus und in Gruppe 2 (2-tägige Exposition) und 3 im Thalamus signifikant erhöht im Vergleich zur Schein-Exposition. In Gruppe 3 war im Vergleich zur Schein-Exposition zudem der Dopamin-Spiegel im Thalamus signifikant erhöht.
Die folgenden Aminosäure-Neurotransmitter-Spiegel zeigten signifikante Unterschiede in Gruppe 3 im Vergleich zur Schein-Exposition in den genannten Hirn-Regionen: Asparaginsäure im Kortex verringert, Glutamat im Thalamus erhöht, Glutamin im Kortex und Kleinhirn verringert und im Striatum und Thalamus erhöht, Glycin im Kortex und Hippocampus verringert und im Striatum und Thalamus erhöht, Taurin im Kortex und Hippocampus verringert, Tyrosin im Thalamus erhöht und gamma-Amino-Buttersäure im Kortex, Kleinhirn und Hippocampus verringert und im Striatum und Thalamus erhöht.
Der Stickstoffmonoxid-Spiegel war in Gruppe 2 und 3 im Striatum und zudem ausschließlich in Gruppe 3 im Thalamus und Hippocampus signifikant erhöht im Vergleich zur Schein-Exposition.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition von Ratten bei einem 60 Hz-Magnetfeld den Gehalt einiger Neurotransmitter und von Stickstoffmonoxid im Gehirn verändern könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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