Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of 900 MHz electromagnetic fields on nonthermal induction of heat-shock proteins in human leukocytes. med./bio.

[Wirkung von 900 MHz elektromagnetischen Feldern auf die nichtthermische Induktion von Hitzeschock-Proteinen in menschlichen Leukozyten].

Veröffentlicht in: Radiat Res 2005; 163 (1): 45-52

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob eine Exposition bei Handy-typischer Befeldung eine nichtthermische Stress-Reaktion in menschlichen Leukozyten verursacht.

Hintergrund/weitere Details

Positive (Wärme-gestresst bei 42°C) und negative (bei 37°C gehalten) Kontroll-Proben wurden gleichzeitig inkubiert.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden
Bei dieser Studie wurden Wirkungen unterschiedlicher Eingangsleistungen untersucht.
  • SAR: 0,4 W/kg Mittelwert (nicht spezifiziert) (Eingangsleistung von 3 W)
  • SAR: 2 W/kg Mittelwert (nicht spezifiziert) (Eingangsleistung von 14 W)
  • SAR: 3,6 W/kg Mittelwert (nicht spezifiziert) (Eingangsleistung von 25 W)
Exposition 2: 900 MHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich für 20 min, 1 h oder 4 h
Bei dieser Studie wurden Wirkungen unterschiedlicher Expositiondauern untersucht.
Exposition 3: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 20 min, 1 h oder 4 h
Bei dieser Studie wurden Wirkungen unterschiedlicher Expositiondauern mit einem GSM Signal untersucht.

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden
Zusatzinfo Bei dieser Studie wurden Wirkungen unterschiedlicher Eingangsleistungen untersucht.
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau The human peripheral blood was exposed or sham-exposed in Petri dishes in a calibrated TEM cell placed in an incubator. The cell was operated in travelling wave mode, being terminated by a matched load, which increased the uniformity of the exposure.
Zusatzinfo Positive (heat-stressed at 42°C) and negative (kept at 37°C) control groups were incubated simultaneously in the same incubator. The sham-exposed dish and the positive control were heated by heater mats, the negative control was in equilibrium with the incubator temperature. The peak static magnetic flux density generated by the heater mat and measured 2 mm above the mat using an incremental gaussmeter was below 15 µT.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,4 W/kg Mittelwert berechnet und gemessen nicht spezifiziert Eingangsleistung von 3 W
SAR 2 W/kg Mittelwert berechnet und gemessen nicht spezifiziert Eingangsleistung von 14 W
SAR 3,6 W/kg Mittelwert berechnet und gemessen nicht spezifiziert Eingangsleistung von 25 W

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 20 min, 1 h oder 4 h
Zusatzinfo Bei dieser Studie wurden Wirkungen unterschiedlicher Expositiondauern untersucht.
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 2 W/kg Mittelwert berechnet nicht spezifiziert -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 20 min, 1 h oder 4 h
Zusatzinfo Bei dieser Studie wurden Wirkungen unterschiedlicher Expositiondauern mit einem GSM Signal untersucht.
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,4 W/kg Mittelwert berechnet nicht spezifiziert -

Referenzartikel

  • Lim HB et al. (2002): FDTD design of RF dosimetry apparatus to quantify the effects of near fields from mobile handsets on stress response mechanisms of human whole blood

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Wärme verursachte einen Anstieg bei der Anzahl der Zellen, die Stress-Proteine (HSP70, HSP27) exprimieren und dieser Anstieg war abhängig von der Zeit. Allerdings gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied bei der Anzahl der Zellen, die Stress-Proteine nach der Exposition exprimieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Handy-typische Befeldung im Vergleich zu mäßiger Erwärmung kein Stressfaktor für normale menschliche Lymphozyten und Monozyten ist.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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