Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of Electromagnetic Pulses (EMP) on associative learning in mice and a preliminary study of mechanism. med./bio.

[Wirkung von elektromagnetischen Pulsen (EMP) auf das assoziative Lernen bei Mäusen und eine Vorstudie zum Mechanismus].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2011; 87 (12): 1147-1154

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen elektromagnetischer Pulse auf das assoziative Lernen bei Mäusen untersucht werden sowie die schützende Wirkung von Tocopherol-Monoglukosid.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden zwei Experimente durchgeführt: Ein Experiment untersuchte die Wirkungen auf das assoziative Lernen (mit drei Untersuchungszeiten nach Exposition: 12 h, 1 Tag und 2 Tage), und ein anderes Experiment untersuchte die biochemischen Parameter (mit sechs Untersuchungszeiten nach Exposition: 0, 3, 6, 12, 24, 48 h).
Die Tiere jedes Experiments wurden zufällig auf vier Gruppen verteilt: 1.) Kontrollgruppe, 2.) Gruppe mit Tocopherol-Monoglukosid-Behandlung (intraperitoneale Injektion, 0,6 g/kg), 3.) Puls-Expositions-Gruppe und 4.) Gruppe mit Tocopherol-Monoglukosid-Behandlung plus Puls-Exposition (acht Mäuse pro Untersuchungszeitpunkt für jede Gruppe). Alle Experimenten wurden dreimal wiederholt (insgesamt 24 Mäuse pro Untersuchungszeitpunkt für jede Gruppe).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 500 mHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: ca. 6,5 Min.

Allgemeine Informationen

Animals were divided into the following four groups: i) control group ii) treatment with 0.6 g/kg (bodyweight) tocopherol monoglucoside (TMG) iii) exposure to EMF iv) treatment with TMG + exposure to EMF

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 500 mHz
Typ
Expositionsdauer ca. 6,5 Min.
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 350 ns
Anstiegszeit 10 ns
Zusatzinfo

200 pulses

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 500 cm long conical GTEM cell; 16 animals placed in individual exposure holders inside the GTEM cell at one time so, that the major axis of the animal was parallel to the magnetic vector
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 400 kV/m Spitzenwert - - -
SAR 70 mW/kg Mittelwert über Masse - Ganzkörper -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

12 Stunden und einen Tag nach der Exposition war das assoziative Lernen im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe signifikant vermindert, aber es erholte sich zwei Tage nach der Exposition.
Im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe war die Lipidperoxidation des Hirn-Gewebes und die Chemilumineszenz-Stärke 3 h, 6 h, 12 h und einen Tag nach der Exposition signifikant erhöht und die antioxidierenden Enzyme Superoxid-Dismutase, Glutathion, Glutathionperoxidase und Katalase signifikant vermindert. Alle Parameter erholten sich zwei Tage nach der Exposition.
Es wurden keine signifikanten Unterschiede im Serum-Cholesterol und bei den Triglyceriden zwischen der Schein-Expositions-Gruppe und der Puls-exponierten Gruppe gefunden.
Die Vorbehandlung der Mäuse mit dem Tocopherol-Monoglukosid zeigte schützende Wirkungen gegenüber der Puls-Exposition.
Insgesamt verminderte die niederfrequente Puls-Exposition signifikant das assoziative Lernen bei Mäusen und das Tocopherol-Monoglukosid wirkte als schützende Substanz vor der Puls-Exposition. Der Mechanismus könnte eine Erhöhung von oxidativem Stress im Gehirn durch die Puls-Exposition beinhalten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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