Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The Preventive Effect of Lotus Seedpod Procyanidins on Cognitive Impairment and Oxidative Damage Induced by Extremely Low Frequency Electromagnetic Field Exposure. med./bio.

[Die schützende Wirkung von Lotus-Samenhülsen-Proanthocyanidinen auf die kognitive Beeinträchtigung und den oxidativen Schaden, der durch eine extrem niederfrequente elektromagnetische Feld-Exposition induziert wird].

Veröffentlicht in: Food Funct 2013; 4 (8): 1252-1262

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung von Lotus-Samenhülsen-Proanthocyanidinen (LSPC) auf kognitive Beeinträchtigungen und oxidative Schäden untersucht werden, die durch die Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern bei Mäusen hervorgerufen wurden.

Hintergrund/weitere Details

Fünf Mäuse-Gruppen wurden untersucht (n=10 pro Gruppe): 1.) Schein-Exposition, 2.) Exposition, 3.) Exposition + 30 mg/kg LSPCs, 4.) Exposition + 60 mg/kg LSPCs und 5.) Exposition + 90 mg/kg LSPCs.
Die LSPCs wurden aus der Samenhülse der Lotus-Pflanze gewonnen und oral verabreicht. Proanthocyanidine gehören zur Gruppe der Flavonoide und kommen in Gemüse, Früchten, Samen, Blüten und Rinde vor. Sie wirken antioxidativ.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 4 Stunden/Tag für 28 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 4 Stunden/Tag für 28 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer mice were exposed in well ventilated perspex boxes and these boxes were placed in the middle of the coils, temperature in the boxes was 23 ± 0.5°C, pair of helmholtz coils (1 mm wire diameter, 32 cm internal diameter, 36 cm external diameter) with 500 turns was used
Aufbau exposure device was placed in a temperature controlled room (23 ± 2°C)
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo sham exposed mice were placed under the same conditions without applying an extremely low frequency electromagnetic field
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 8 mT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Magnetfeld-Exposition führte im Vergleich zur Schein-Exposition zu einer signifikanten Erniedrigung des Körpergewichts. Jedoch verhinderte eine Gabe von 90 mg/kg LSPCs diese Wirkung.
Im Morris-Wasserlabyrinth zeigten die Magnetfeld-exponierten Mäuse beim räumlichen Gedächtnis und Lernen ein signifikant schlechteres Ergebnis als die schein-exponierten Mäuse. Sie verbesserten sich jedoch wiederum mit einer Gabe von 90 mg/kg LSPCs.
Die Gehalte an Malondialdehyd, reaktiven Sauerstoffspezies, Stickstoffmonoxid und die Enzymaktivität der Stickstoffmonoxid-Synthase waren nach der Magnetfeld-Exposition verglichen mit der Schein-Exposition signifikant erhöht, während die Enzymaktivitäten der Glutathionperoxidase, Katalase und Superoxid-Dismutase signifikant niedriger waren. Eine Gabe von LSPCs (besonders 60 und 90 mg/kg) erniedrigte die Gehalte an Malondialdehyd, reaktiven Sauerstoffspezies, Stickstoffmonoxid und die Enzymaktivität der Stickstoffmonoxid-Synthase und erhöhte die Enzymaktivitäten der Glutathionperoxidase, Katalase und Superoxid-Dismutase signifikant im Vergleich zu den Magnetfeld-exponierten Mäusen ohne LSPCs.
Die histopathologische Untersuchung ergab, dass die Anzahl an Pyramidenzellen in einigen Regionen des Hippocampus von exponierten Mäusen signifikant geringer war als bei schein-exponierten Mäusen. Jedoch verhinderte eine Verabreichung von LSPCs diese Wirkung.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern oxidativen Stress und kognitive Beeinträchtigungen bei Mäusen hervorrufen könnte. Eine Gabe von LSPCs könnte vor diesen Schädigungen schützen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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