Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Lifestyle Risk Factors Associated with Threatened Miscarriage: A Case-Control Study. epidem.

[Risikofaktoren der Lebensführung im Zusammenhang mit drohender Fehlgeburt: eine Fall-Kontroll-Studie].

Veröffentlicht in: J Fertili In Vitro 2014; 2 (2): 100123

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Fall-Kontroll-Studie in Singapur durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen verschiedenen möglichen veränderbaren Risikofaktoren der mütterlichen Lebensführung (u.a. Mobiltelefon- und Computer-Nutzung, Rauchen, Alkohol) und einer drohenden Fehlgeburt zu untersuchen.

Weitere Details

Drohende Fehlgeburt wurde als vaginale Blutung zwischen der 5. und 10. vollendeten Gestations-Woche definiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung: 0 - < 1 Stunde/Tag
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung: ≥ 1 - < 2 Stunden/Tag
Gruppe 3 Mobiltelefon-Nutzung: ≥ 2 Stunden/Tag
Referenzgruppe 4 Computer-Nutzung: 0 - < 1 Stunde/Tag
Gruppe 5 Computer-Nutzung: ≥ - < 4 Stunden/Tag
Gruppe 6 Computer-Nutzung: ≥ 4 Stunden/Tag

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 157 266
Anzahl auswertbar 154 264
Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde ein Zusammenhang zwischen drohender Fehlgeburt und der Nutzung von Computern (>4 Stunden/Tag: OR 6,03; KI 2,82-12,88), Mobiltelefon-Nutzung (> 1 Stunde/Tag: OR 2,94; KI 1,32-6,53), passives Rauchen (OR 2,93; KI 1,32-6,48) und Kaffee-Konsum (OR 2,95; KI 1,57-5,57) beobachtet. Fischöl-Einnahme wies ein verringertes Risiko für eine drohende Fehlgeburt auf (OR 0,20; KI 0,09-0,42).
Die Autoren schlussfolgern, dass eine längere Nutzung von Mobiltelefon und Computer sowie Fischöl-Einnahme mögliche neuartige Faktoren für eine drohende Fehlgeburt sind, die weiter untersucht werden sollten.

Studie gefördert durch

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