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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Exposure to Magnetic Field Non-Ionizing Radiation and the Risk of Miscarriage: A Prospective Cohort Study.

[Exposition bei nicht-ionsierenden Magnetfeldern und das Risiko für Fehlgeburt: eine prospektive Kohortenstudie].

Veröffentlicht in: Sci Rep 2017; 7 (1): 17541

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in den USA durchgeführten prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Exposition bei Magnetfeldern während der Schwangerschaft und dem Risiko für Fehlgeburten untersucht.

Weitere Details

Die Messtage wurden in typische Tage (Messungen wurden an einem typischen Tag in der Schwangerschaft durchgeführt) und untypische Tage anhand der Tagebücher der Teilnehmerinnen eingeteilt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 99. Perzentil der Exposition: < 0,25 µT (1. Quartil)
Gruppe 2 99. Perzentil der Exposition: ≥ 0,25 µT
Referenzgruppe 3 99. Perzentil der Exposition, typischer Tag: < 0,25 µT (1. Quartil)
Gruppe 4 99. Perzentil der Exposition, typischer Tag: 0,25 - 0,36 µT (2. Quartil)
Gruppe 5 99. Perzentil der Exposition, typischer Tag: 0,37 - 0,62 µT (3. Quartil)
Gruppe 6 99. Perzentil der Exposition, typischer Tag: > 0,63 µT (4. Quartil)

Population

  • Gruppe:
    • Frauen
    • Kinder in utero
  • Alter: ≥ 18 Jahre
  • Merkmale: schwangere Frauen mit einem Schwangerschafts-Test in der 10. Schwangerschaftswoche oder früher
  • Beobachtungszeitraum: nicht angegeben
  • Studienort: USA (Gebiet von San Francisco)
  • Datenquelle: Kohorte der Krankenversicherung Kaiser Permanente, USA

Studiengröße

Gesamtzahl 1.627
Teilnehmerzahl 1.054
Anzahl auswertbar 913
Statistische Analysemethode:
  • proportionale Hazard-Regression nach Cox
( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Frauen, die bei einer magnetischen Flussdichte von ≥ 0,25 µT exponiert waren, hatten ein höheres Risiko für Fehlgeburt (HR 2,72; KI 1,42-5,19) im Vergleich zu Frauen mit einer Exposition < 0,25 µT. Ein erhöhtes Risiko im Zusammenhang mit einer hohen magnetischen Flussdichte wurde unabhängig von den Quellen der hohen Magnetfelder beobachtet. Der Zusammenhang war stärker in der Untergruppe, in der die Messungen an einem typischen Tag der Teilnehmerinnen während der Schwangerschaft stattgefunden hatte. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die genaue Messung der Magnetfeld-Exposition für die Untersuchung der gesundheitlichen Wirkungen von Magnetfeldern unbedingt notwendig ist.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Studie neue, direkt am Menschen gewonnene Evidenz liefert, dass nicht-ionisierende Magnetfelder schädigende biologische Wirkungen auf die menschliche Gesundheit haben könnten.

Studie gefördert durch

  • National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS), North Carolina, USA

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