Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of extremely low frequency electromagnetic fields on paraoxonase serum activity and lipid peroxidation metabolites in rat. med./bio.

[Wirkungen extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Paraoxonase-Serum-Aktivität und Metaboliten der Lipid-Peroxidation bei der Ratte].

Veröffentlicht in: J Diabetes Metab Disord 2014; 13 (1): 85 - 1-85 - 9

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer Ganzkörperexposition von Ratten bei einem 60 Hz-Magnetfeld auf Faktoren im Blut, die Atherosklerose hervorrufen können, untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

75 Ratten wurden zufällig fünf Gruppen zugeteilt: 1) Schein-Exposition, 2) 4 h Exposition, unmittelbar danach getötet, 3) 4 h Exposition, 72 h Stunden danach getötet, 4) 14-tägige Exposition, unmittelbar danach getötet, und 5) 14-tägige Exposition, 72 h danach getötet. Sofort nach Eintritt des Todes wurden jeweils Blut-Proben entnommen und untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden
einmalige Exposition
Exposition 2: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 14 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden
Zusatzinfo einmalige Exposition
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau A pair of Helmholtz coils set with winding surrounded in a plexi-glass frame. Through a variable transformer the coils were connected to a 220 V AC power supply. The centrally horizontal magnetic field was homogenous in a plexi-glass cage.To adjust the frequency and intensity, the coils were linked to a waveform generator.
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo Sham exposure group was placed in the same cage though the coils were turned off, being exposed to the local geomagnetic field (B-field, horizontal component = 0.018 mT, B-field vertical component = 0.022 mT, B-field total = 0.023 mT and B-field alternating current < 0.002 mT).
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,5 mT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 14 Tage
Zusatzinfo chronische Exposition
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,5 mT - gemessen - -

Referenzartikel

  • Lee BC et al. (2004): Effects of extremely low frequency magnetic field on the antioxidant defense system in mouse brain: a chemiluminescence study.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse aller gemessenen Parameter der Gruppen 2-5 wurden jeweils mit den Ergebnissen der Schein-Exposition (Gruppe 1) verglichen. Gruppe 2 zeigte direkt nach der vierstündigen Befeldung signifikant höhere Werte für die Paraoxonase-Enzymaktivität, höhere Gehalte an konjugierten Dienen, Lipoprotein hoher Dichte und freien Fettsäuren sowie eine signifikant verringerte totale antioxidative Kapazität. 72 Stunden nach der vierstündigen Befeldung konnten jedoch keinerlei signifikanten Veränderungen beobachtet werden (Gruppe 3).
Gruppe 4 zeigte direkt nach der 14-tägigen Befeldung vergleichbare, signifikante Veränderungen der Parameter wie Gruppe 2, jedoch war hier zusätzlich der Gehalt an Malondialdehyd signifikant erhöht. 72 Stunden nach der 14-tägigen Befeldung waren die Paraoxonase-Enzymaktivität und der Malondialdehyd-Gehalt signifikant erhöht sowie die totale antioxidative Kapazität signifikant reduziert (Gruppe 5).
Die Autoren schlussfolgern, dass bereits eine einmalige Exposition bei einem 60 Hz-Magnetfeld mit 0,5 mT signifikante Auswirkungen auf Faktoren im Blut der Ratte besitzt, die Atherosklerose hervorrufen können, diese jedoch reversibel sind. Die Auswirkungen einer chronischen Exposition scheinen noch deutlicher auszufallen und zusätzlich tendenziell nicht reversibel zu sein.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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