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Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely Low Frequency Electromagnetic Fields Decrease Serum Levels of Interleukin-17, Transforming Growth Factor-β and Downregulate Foxp3 Expression in the Spleen.

[Extrem niederfrequente elektromagnetische Felder senken den Serumspiegel von Interleukin-17, Transforming Growth Factor-β und regulieren die Foxp3-Expression in der Milz runter].

Veröffentlicht in: J Interferon Cytokine Res 2018; 38 (10): 457-462

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten immunologische Parameter bei Ratten, die bei einem 50 Hz-Magnetfeld exponiert wurden, untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details: Es wurden insgesamt 80 Ratten randomisiert auf fünf Gruppen aufgeteilt (n=16 pro Gruppe): 1) Schein-Exposition, 2) 1 µT-Magnetfeld, 3) 100 µT-Magnetfeld, 4) 500 µT-Magnetfeld und 5) 2000 µT-Magnetfeld. Die Exposition dauerte zwei Monate. Nach einem Monat Exposition wurden den Ratten Blut-Proben entnommen, um den Cytokin-Gehalt vor der Immunisierung zu messen. Die Ratten wurden an Tag 31, 44 und 58 der Exposition mit humanem Serum-Albumin immunisiert und nach zwei Monaten getötet, um die Milz und den Thymus zu entfernen sowie eine weitere Blutprobe zu nehmen.
ROR-gamma-T ist ein essenzieller Transkriptionsfaktor zur Organogenese von Lymph-Gewebe.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 3: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 4: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Expositions-System bestand aus Solenoid-Spulen (jeweils Länge von jeweils 2 m und einem inneren Durchmesser von 40 cm) mit einer unterschiedlichen Anzahl an Windungen aus Kupfer-Draht (2 mm Durchmesser), gewunden um Plastikzylinder; die Kombination von verschiedenen Windungen mit unterschiedlichen Spannungen in jedem Solenoiden ergab dann jeweils das Magnetfeld mit der gewünschten Flussdichte
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo zur Schein-Exposition wurden die Ratten im nicht eingesteckten Solenoiden gehalten; extrem niederfrequentes Magnetfeld im Hintergrund betrug 0,07 ± 0,03 µT
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 µT - gemessen - -
Exposition 2
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT - gemessen - -
Exposition 3
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 500 µT - gemessen - -
Exposition 4
Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2.000 µT - gemessen - -
Referenzartikel
  • Salehi I et al. (2013): Exposure of rats to extremely low-frequency electromagnetic fields (ELF-EMF) alters cytokines production.

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Das Thymus-Gewicht war bei den bei 2000 µT-exponierten Ratten (Gruppe 5) im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe (Gruppe 1) signifikant verringert. Die Blut-Spiegel von Interleukin-17 und dem transformierenden Wachstumsfaktor-beta waren bei den Gruppen 2 und 3 nach einem Monat Exposition (vor der Immunisierung) im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant verringert. Außerdem war die Genexpression von Foxp3 in den Milzen der Gruppen 2 und 3 verglichen mit der Schein-Exposition signifikant runterreguliert.
Die Autoren schlussfolgern, dass schwache 50 Hz-Magnetfelder den Blut-Spiegel von Interleukin-17 und dem transformierenden Wachstumsfaktor-beta reduzieren sowie die Expression von Foxp3 in der Milz runterregulieren könnten. Darüber hinaus stellen sie die Hypothese auf, dass Magnetfelder mit einer höheren magnetischen Flussdichte schützende Mechanismen in Gang setzen könnten, welche die möglicherweise auftretenden Expositions-induzierten Wirkungen kompensieren.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • Hamadan University of Medical Sciences, Iran

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