Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of Extremely Low Frequency Electromagnetic Fields on Expression of T-bet and GATA-3 Genes and Serum Interferon-γ and Interleukin-4. med./bio.

[Die Wirkung von extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die Expression von T-bet und GATA-3 Genen und Interferon-γ und Interleukin-4 im Serum].

Veröffentlicht in: J Interferon Cytokine Res 2018 [im Druck]

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen eines 50 Hz-Magnetfeldes auf immunologische Parameter bei Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden insgesamt 80 Ratten randomisiert auf fünf Gruppen aufgeteilt (n=16 pro Gruppe): 1) Schein-Exposition, 2) 1 µT-Magnetfeld, 3) 100 µT-Magnetfeld, 4) 500 µT-Magnetfeld und 5) 2000 µT-Magnetfeld. Die Exposition dauerte zwei Monate. Nach einem Monat Exposition wurden den Ratten Blut-Proben entnommen, um den Cytokin-Gehalt vor der Immunisierung zu messen. Das Immunsystem der Ratten wurde an Tag 31, 44 und 58 der Exposition mit humanem Serum-Albumin stimuliert und die Ratten nach zwei Monaten getötet, um die Milz und den Thymus zu entfernen sowie eine weitere Blutprobe zu nehmen.
Zwei Ratten starben während der Experimente: eine aus Gruppe 2 und eine aus Gruppe 4.
Bemerkung EMF-Portal: Es wurden offensichtlich dieselben Ratten wie bei Mahdavinejad et al. (2018) genutzt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 3: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Exposition 4: 50 Hz
Expositionsdauer: 2 Stunden/Tag für 2 Monate

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Expositions-System bestand aus Solenoid-Spulen (Länge jeweils 2 m und innerer Durchmesser 40 cm) mit einer unterschiedlichen Anzahl an Windungen aus Kupfer-Draht (2 mm Durchmesser), gewunden um Plastikzylinder; die Kombination von verschiedenen Windungen mit unterschiedlichen Spannungen ergab dann jeweils das Magnetfeld mit der gewünschten Flussdichte in jedem Solenoiden
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo zur Schein-Exposition wurden die Ratten im nicht eingesteckten Solenoiden gehalten; extrem niederfrequentes Magnetfeld im Hintergrund betrug 0,07 ± 0,03 µT
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 µT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT - gemessen - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 500 µT - gemessen - -

Exposition 4

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 2 Stunden/Tag für 2 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 2.000 µT - gemessen - -

Referenzartikel

  • Mahdavinejad L et al. (2018): Extremely Low Frequency Electromagnetic Fields Decrease Serum Levels of Interleukin-17, Transforming Growth Factor-β and Downregulate Foxp3 Expression in the Spleen.
  • Salehi I et al. (2013): Exposure of rats to extremely low-frequency electromagnetic fields (ELF-EMF) alters cytokines production.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In der Milz von Ratten, die bei 1 µT (Gruppe 2) oder 100 µT (Gruppe 3) exponiert wurden, war die Genexpression von T-bet und GATA-3 im Vergleich zur Schein-Exposition signifikant verringert. In der Gruppe 3 waren die Serum-Spiegel von Interferon-Gamma und Interleukin verglichen mit der Schein-Exposition vor der Immunstimulation signifikant verringert, jedoch nicht danach.
Die Autoren schlussfolgern, dass 50 Hz-Magnetfelder die Expression einiger Schlüssel-Gene, die mit T-Zellen und der Zytokin-Produktion in Verbindung gebracht werden, hemmen könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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