Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Micronucleus induction in cells co-exposed in vitro to 50 Hz magnetic field and benzene, 1,4-benzenediol (hydroquinone) or 1,2,4-benzenetriol. med./bio.

[Mikronukleus-Induktion in Zellen, die in vitro bei 50 Hz-Magnetfeld und Benzol, 1,4-Benzenediol (Hydrochinon) oder 1,2,4-Benzenetriol ko-exponiert wurden].

Veröffentlicht in: Toxicol In Vitro 2003; 17 (5-6): 581-586

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die genotoxischen Wirkungen einer Ko-Exposition von Jurkat-Zellen bei einem 50 Hz-Magnetfeld und Benzol und seinen Metaboliten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es ist bekannt, dass Benzol Leukämie verursacht. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es nicht das letztendliche Karzinogen ist, weshalb auch seine Metaboliten Hydrochinon und 1,2,4-Benzoltriol untersucht wurden.
Die Zellen wurden in die folgenden Gruppen eingeteilt: 1) Exposition bei dem Magnetfeld, 2) Exposition bei Benzol, 3) Exposition bei Hydrochinon, 4) Exposition bei 1,2,4- Benzoltriol, 5-7) Ko-Exposition bei dem Magnetfeld und jeweils Benzol, Hydrochinon oder 1,2,4-Benzoltriol. Für jede Gruppe wurde eine separate Schein-Expositions-Gruppe genutzt (Bemerkung EMF-Portal: Es wird auch eine Kontrollgruppe erwähnt, jedoch werden weder Details noch Ergebnisse genannt). Jede Gruppe wurde jeweils nach 1 und 24 Stunden Exposition untersucht.
Die Ergebnisse wurden aus drei unabhängigen Experimenten gewonnen. Positivkontrollen und Negativkontrollen wurden durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 Stunde
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 Stunde
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer dry CO2-incubator (37°C, 5% CO2)
Aufbau cells in test tubes (16 mm diameter and 100 mm length) were placed in the center of the induction coils (1000 turns of copper wire (0.66 mm diameter) around a scaffold of non-ferromagnetic matter, resulting in an inside diameter of 22 mm, an outside diameter of 38 mm, and a length of 60 mm); each induction coil was enclosed in a mantle of ferromagnetic steel to prevent EMF interference with other coils; current through coils was 0.25 A; magnetic field was parallel to the axis of the test tube and homogeneous; temperature during experiments was (37°C ± 0.3°C)
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 5 mT - berechnet und gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 5 mT - berechnet und gemessen - -

Referenzartikel

  • Antonopoulos A et al. (1995): Cytological effects of 50 Hz electromagnetic fields on human lymphocytes in vitro.
  • Rosenthal M et al. (1989): Effects of 50 Hertz electromagnetic fields on proliferation and on chromosomal alterations in human peripheral lymphocytes untreated or pretreated with chemical mutagens.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Nach 24 Stunden zeigten Zellen die nur beim Magnetfeld (Gruppe 1) oder Benzol (Gruppe 2) exponiert waren signifikant mehr DNA-Schäden als ihre jeweiligen Schein-Expositions-Gruppen.
Die Exposition bei Hydrochinon (Gruppe 3) oder 1,2,4- Benzoltriol (Gruppe 4) zeigten nach 1 und 24 Stunden im Vergleich zu ihren Schein-Expositions-Gruppen ebenfalls signifikant mehr DNA-Schäden. Eine Ko-Exposition bei dem Magnetfeld hatte keinen Einfluss auf die Wirkungen von Benzol oder seinen Metaboliten (Gruppen 5-7).
Die Autoren schlussfolgern, dass die Benzol-Metaboliten Hydrochinon und 1,2,4-Benzoltriol sowie das 50 Hz-Magnetfeld eine genotoxische Wirkung auf Jurkat-Zellen haben könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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