Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

ELF electromagnetic fields increase hydrogen peroxide (H2O2)-induced mutations in pTN89 plasmids. med./bio.

[Extrem niederfrequente elektromagnetische Felder steigern die Wasserstoffperoxid (H2O2)-induzierten Mutationen in pTN89-Plasmiden].

Veröffentlicht in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2004; 560 (1): 27-32

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese in vitro-Studie wurde durchgeführt, um die mutagenen Wirkungen von Wasserstoffperoxid (H2O2) unter Vorhandensein und Fehlen eines extrem niederfrequenten Magnetfeldes zu vergleichen.

Hintergrund/weitere Details

Zur Abschätzung der mutagenen Wirkung wurden pT89-Plasmide verwendet. Mutationen wurden im supF-Gen erfasst, das von diesen Plasmiden in E. coli eingebracht wurde. Diese Methode kann Mutationen auf Einzel-Basen-Niveau feststellen. Die Plasmid-DNAs wurden mit/ohne extrem niederfrequente elektromagnetische Befeldung exponiert und darauf in E. coli transformiert. Der verwendete E. coli-Stamm ist resistent auf spezifische Antibiotika und bildet weiße Kolonien auf einem Nährmedium (diese spezifischen Antibiotika enthaltend) wenn er ein mutiertes supF-Gen aufweist. Zellen, die dieses mutierte supF-Gen nicht tragen, bilden hingegen keine Kolonien auf solchen Nährmedien.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 4 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer CO2 incubator with a built in coils system kept at 37°C. The inside and outside of the incubators were shielded by silicon steel and Permally C respectively.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 5 mT nicht spezifiziert nicht spezifiziert - -

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Unter alleiniger extrem niederfrequenter elektromagnetischer Feld-Exposition wurden keine Mutationen beobachtet. Im Vergleich zu den nur mit H2O2-behandelten Plasmiden wurde eine 2.5-fach erhöhte Mutations-Häufigkeit bei den Plasmiden beobachtet, die mit "H2O2 plus elektromagnetischer Befeldung" behandelt wurden.
Dies zeigt, dass die extrem niederfrequente elektromagnetische Feld-Exposition anscheinend H2O2-induzierte Mutationen verstärkt.
Die Sequenzanalyse der supF-mutierten-Gene offenbarte keine Unterschiede im Mutations-Spektrum zwischen den Gruppen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel