Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Exposure to pulse-modulated radio frequency electromagnetic fields affects regional cerebral blood flow. med./bio.

[Exposition mit pulsmodulierten hochfrequenten elektromagnetischen Feldern beeinflusst die regionale Hirndurchblutung].

Veröffentlicht in: Eur J Neurosci 2005; 21 (4): 1000-1006

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, ähnlich denen, die durch Handys ausgesendet werden, auf die regionale Hirndurchblutung im Wachzustand bei gesunden jungen Männern untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Eine frühere Studie, die auf "Mobilteil-ähnliche" hochfrequente elektromagnetische Felder beschränkt war, deckte eine erhöhte relative regionale Hirndurchblutung im dorsolateralen präfrontalen Kortex auf derselben Seite der Exposition auf (Publikation 9345). In der vorliegenden Untersuchung wurde ein Basisstations-ähnliches Signal (die Signal-Modulation nachahmend, die von einer GSM-Basisstation ausgesendet wird) auf die regionale Hirndurchblutung untersucht und mit einem "Mobilteil-ähnlichem Signal" (dem spektralen Inhalt ähnlich, der durch GSM-Handys ausgesendet wird) verglichen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 min
  • SAR: 1 W/kg Maximum (10 g) (± 14 % Unsicherheit)
  • SAR: 1,5 W/kg Maximum (1 g) (± 23 % Unsicherheit)
Exposition 2: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 min
  • SAR: 1 W/kg Maximum (10 g) (± 14 % Unsicherheit)
  • SAR: 1,5 W/kg Maximum (1 g) (± 23 % Unsicherheit)

Allgemeine Informationen

The experiments consisted of a double blind sham controlled cross-over design with two active conditions as described in E1 and E2. The intervals between the exposure conditions were at least one week.

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 min
Zusatzinfo Reference article: R. Huber, T. Graf, K.A. Cote, L. Wittmann, E. Gallmann, D. Matter, J. Schulderer, N. Kuster, A.A. Borbely and P. Achermann (2000) Exposure to pulsed high-frequency electromagnetic field during waking affects human sleep EEG. Neuroreport, 11, 3321-3325 (see publication id 4766).
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 0,576 ms
Folgefrequenz 217 Hz
Zusatzinfo

A "handset-like" signal (handset ) was used which had the following characteristics: combination of basic GSM mode and discontinuous transmission mode (DTX) with one of 8 slots active. Basic frame structure of GSM consists of 8 slots (0,..,7). For the handset signal, pulses are active in every slot # 0 except in every 26th frame and, in addition, pulses are active in slots # 1-6 of the frames used in the DTX mode.

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • two planar antennas
Aufbau The subjects sat on a chair with their heads positioned between the antennas. The left hemisphere of the brain was exposed.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg Maximum gemessen 10 g ± 14 % Unsicherheit
SAR 1,5 W/kg Maximum gemessen 1 g ± 23 % Unsicherheit

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 0,576 ms
Folgefrequenz 217 Hz
Zusatzinfo

A "base-station like" signal (bstat) (emitted by a GSM base station in communication with 7 mobile phones) was used which had the following characteristics: basic GSM mode and discontinuous transmission mode (DTX) with 7 of 8 slots active. Basic frame structure of GSM consists of 8 slots (0,..,7). For the bstat signal, pulses are active in slots # 0-6, whereas each 26th and 104th frame are modified.

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg Maximum gemessen 10 g ± 14 % Unsicherheit
SAR 1,5 W/kg Maximum gemessen 1 g ± 23 % Unsicherheit

Referenzartikel

  • Huber R et al. (2003): Radio frequency electromagnetic field exposure in humans: Estimation of SAR distribution in the brain, effects on sleep and heart rate.
  • Huber R et al. (2002): Electromagnetic fields, such as those from mobile phones, alter regional cerebral blood flow and sleep and waking EEG.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurde ein Anstieg bei der relativen regionalen Hirndurchblutung im dorsolateralen präfrontalen Kortex auf der Seite der Exposition gefunden. Die Wirkung hing von der spektralen Leistung der Amplitudenmodulation des hochfrequenten Trägers ab, so dass nur die Exposition bei dem "Mobilteil-ähnlichem" hochfrequenten Feld mit seinen stärkeren niederfrequenten Komponenten, aber nicht die Exposition bei dem "Basisstation-ähnlichen" hochfrequenten elektromagnetischen Feld die regionale Hirndurchblutung beeinflusste.
Die Ergebnisse unterstützen die frühere Beobachtung der Autoren, dass Pulsmodulation eines hochfrequenten elektromagnetischen Feldes notwendig ist, um Veränderungen im Wach- und Schlaf-EEG zu induzieren und untermauert die Ansicht, dass Pulsmodulation ausschlaggebend für hochfrequente elektromagnetische Feld-induzierte Veränderungen der Gehirn-Physiologie ist. Allerdings sind die beobachteten Wirkungen des pulsmodulierten elektromagnetischen Feldes subtil und die zugrundeliegenden Mechanismen bleiben unbekannt. Schlussfolgerungen zu gesundheitlichen Folgen sind verfrüht.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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