Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Gene expression in the mammary gland tissue of female Fischer 344 and Lewis rats after magnetic field exposure (50 Hz, 100 muT) for 2 weeks. med./bio.

[Genexpression im Brustdrüsen-Gewebe von weiblichen Fischer 344- und Lewis-Ratten nach Magnetfeld-Exposition (50 Hz, 100 µT) für 2 Wochen].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2012; 88 (5): 425-429

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten an Magnetfeld-Wirkungen beteiligte Kandidatengene untersucht werden, indem die Genexpression in Magnetfeld-empfindlichen Fischer 344-Ratten und Magnetfeld-unempfindlichen Lewis-Ratten miteinander verglichen wurde (um die unterschiedliche Stamm-Empfindlichkeit gegenüber einer Magnetfeld-Exposition zu erklären, wie sie in früheren Studien gezeigt wurde, siehe Fedrowitz and Löscher 2008 und Fedrowitz and Löscher 2005).

Hintergrund/weitere Details

Fünf Ratten pro Gruppe im Alter von 52 Tagen wurden exponiert und fünf Ratten pro Gruppe wurden schein-exponiert (insgesamt n=20). Insgesamt wurden vier Arrays mit gepoolter RNA der schein-exponierten und exponierten Fischer 344-Ratten und Lewis-Ratten durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 7 Tage/Woche während 2 Wochen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Polarisation
Expositionsdauer kontinuierlich für 7 Tage/Woche während 2 Wochen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau rats were exposed in their cages (5 rats per cage) located in the exposure chambers to a horizontally polarized magnetic field
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT Effektivwert gemessen - -

Referenzartikel

  • Fedrowitz M et al. (2005): Power frequency magnetic fields increase cell proliferation in the mammary gland of female Fischer 344 rats but not various other rat strains or substrains.
  • Fedrowitz M et al. (2002): Magnetic field exposure increases cell proliferation but does not affect melatonin levels in the mammary gland of female Sprague Dawley rats.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Genexpressions-Analyse im Brustdrüsen-Gewebe deckte auf, dass nur 23 Transkripte von 31.100 Sonden nach der Magnetfeld-Exposition verändert waren. Im Brust-Gewebe der Lewis-Ratten wurden neun Gene hochreguliert, wohingegen bei den Fischer 344-Ratten acht Hochregulierungen und sechs Runterregulierungen verzeichnet werden konnte.
Bei den Fischer 344-Ratten, aber nicht bei den Lewis-Ratten, wurde eine bachtlich verminderte alpha-Amylase-Genexpression gefunden sowie Runterregulierungen der Carboanhydrase-6 und der Lactoperoxidase (beide relevant für die pH-Regulation) und eine hochregulierte Genexpression von Cystatin E/M (ein Tumorsuppressor).
Insgesamt zeigte das Brust-Gewebe der Magnetfeld-exponierten Fischer 344-Ratten Veränderungen in der Genexpression, die bei den Lewis-Ratten nicht auftraten und deswegen an der Magnetfeld-Empfindlichkeit der Fischer 344-Ratten beteiligt sein könnten. Alpha-Amylase könnte als vielversprechender Zielpunkt dienen, um Magnetfeld-Wirkungen zu untersuchen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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