Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Power frequency magnetic fields increase cell proliferation in the mammary gland of female Fischer 344 rats but not various other rat strains or substrains. med./bio.

[Magnetfelder im Frequenzbereich der Stromversorgung fördern die Zellproliferation in der Brustdrüse weiblicher Fischer 344-Ratten, nicht aber bei anderen Stämmen oder Unterstämmen].

Veröffentlicht in: Oncology (Williston Park) 2005; 69 (6): 486-498

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten acht verschiedene Stämme und Unter-Stämme von Inzucht- und Auszucht-Ratten in Bezug auf die Wirkungen magnetischer Felder auf die Zellproliferation in Brustdrüsen, auf die Empfindlichkeit gegenüber DMBA-induzierten Brustkrebs und auf die Tumor-Entwicklung und das Wachstum im DMBA-Modell miteinander verglichen werden. Des Weiteren sollte ein Magnetfeld-sensitiver Inzucht-Ratten-Stamm, der geeignet für genetische Studien ist (wie zum Beispiel Rückkreuzung zur Identifizierung von Genen, die verantworlich für die Magnetfeld-Empfindlichkeit sind), identifiziert werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Autoren vermuten, dass genetische Unterschiede zwischen den Unter-Stämmen der Sprague-Dawley-Ratten an verschiedenen Ergebnissen verschiedener Gruppen/Labors zur Mammatumor-Entwicklung beteiligt sind (s.a. Publikation 4796). Im Gegensatz zu Sprague-Dawley-Ratten SD1 wurde bei Sprague-Dawley-Ratten SD2 keine erhöhte Zellproliferation und keine erhöhte Mammatumor-Entwicklung nach Magnetfeld-Exposition festgestellt (Publikation 13697).
In einigen Experimenten wurde die Wirkung von DMBA auf die Zellproliferation der Brustdrüsen bestimmt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 Wochen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • nicht spezifiziert
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 Wochen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Rats were exposed in their cages located in the exposure chambers to a horizontal polarized magnetic field. Identical non-energized chambers (stray MF from the exposure coils 0.1 µT) were used for sham exposure of rats in the same room.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 100 µT Effektivwert gemessen - -

Referenzartikel

  • Baum A et al. (1995): A histopathological study on alterations in DMBA-induced mammary carcinogenesis in rats with 50 Hz, 100 muT magnetic field exposure.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
  • Brust
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Zusätzlich zum Magnetfeld-empfindlichen Sprague-Dawley-Unterstamm SD1, der früher in den Experimenten der Autoren genutzt wurde (siehe "Themenverwandte Artikel"), waren Fischer 344-Ratten der einzige Stamm, bei dem die Magnetfeld-Exposition signifikant die BrdU-Markierung im Brust-Epithel erhöhte. Dies deutet auf einen merklichen Anstieg der Zellproliferation hin. Der Magnetfeld-induzierte Anstieg der BrdU-Markierung bei Fischer 344-Ratten war ähnlich zu dem, der nach der DMBA-Verabreichung gefunden wurde.
Des Weiteren deckte die Analyse des Brust-Gewebes von Fischer 344-Ratten auf, dass die Exposition bei dem Magnetfeld die Anzahl der terminalen "Endbuds" ("Endknospe") erhöhte, d.h. die Ursprungs-Stelle der Mammakarzinome.
Durch einen Vergleich mit den Magnetfeld-unempfindlichen Inzucht-Ratten-Stämmen, könnten die Fischer 344-Ratten dazu dienen, die genetischen Faktoren zu bewerten, die der Empfindlichkeit gegenüber der kokarzinogenen oder tumorpromovierender Wirkungen einer Magnetfeld-Exposition unterliegen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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