Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Chronic exposure to an extremely low-frequency magnetic field induces depression-like behavior and corticosterone secretion without enhancement of the hypothalamic-pituitary-adrenal axis in mice. med./bio.

[Chronische Exposition bei einem extrem niederfrequenten Magnetfeld ruft Depressions-ähnliches Verhalten und Corticosteron-Sekretion ohne Verstärkung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse bei Mäusen hervor].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2013; 34 (1): 43-51

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer chronischen extrem niederfrequenten Magnetfeld-Exposition auf das emotionale Verhalten und die Corticosteron-Synthese bei Mäusen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

5-10 Mäuse wurden pro Versuch exponiert oder schein-exponiert.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 8 h/Tag an 25 Tagen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 8 h/Tag an 25 Tagen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 33 cm long coil consisting of a primary and a secondary coil with an inner diameter of 34.5 cm and an outer diameter of 37 cm; coil constructed by winding enameled wire with a diameter of 2.12 mm on a plastic cylinder; mice placed in 18.2 cm x 26 cm x 12.8 cm plastic cages covered with vented plates
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 3 mT - - - gemäß Originalartikel
magnetische Flussdichte 1,5 mT - - - gemäß Erratum

Referenzartikel

  • Soda A et al. (2008): Effect of exposure to an extremely low frequency-electromagnetic field on the cellular collagen with respect to signaling pathways in osteoblast-like cells.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Exponierte Mäuse zeigten im Vergleich zu den schein-exponierten Mäusen einen signifikanten Anstieg bei der insgesamten Unbeweglichkeit im Forced Swim-Test und eine erhöhte Latenzzeit beim Betreten der Licht-Box im Licht-Dunkel-Durchquerungs-Test. Die Corticosteron-Sekretion war signifikant höher bei den exponierten Mäusen; allerdings wurden keine Veränderungen in der Stress-Reaktion-verbundenen ACTH-Menge und -Genexpression gefunden. Die Menge der mRNA der Corticosteron-Synthese-Enzyme der Nebenniere deckte eine signifikante Verminderung der Cyp17a1 mRNA bei den exponierten Mäusen auf.
Die Daten deuten auf die Möglichkeit hin, dass eine starke und chronische Exposition bei einem extrem niederfrequenten Magnetfeld einen Anstieg der Corticosteron-Synthese induziert, zusammen mit Depressions- und/oder Angst-ähnlichem Verhalten und ohne Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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