Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

No effects of power line frequency extremely low frequency electromagnetic field exposure on selected neurobehavior tests of workers inspecting transformers and distribution line stations versus controls. epidem.

[Keine Wirkungen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfelder der Netzfrequenz auf ausgewählte Neuroverhaltens-Test bei Arbeitern, die Transformatoren und Umspannstationen überprüfen, im Vergleich zu Kontrollen].

Veröffentlicht in: Australas Phys Eng Sci Med 2014; 37 (1): 37-44

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in China durchgeführten Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und ausgewählten neurologischen Verhaltens-Tests bei Arbeitern, die Transformatoren und Umspannstationen überprüfen, untersucht.

Weitere Details

Die Studienteilnehmer unterzogen sich neurologischen Verhaltens-Tests (z.B. Kopfrechnen, visuelle Merkfähigkeit, Digit-Span-Test, einfache Reaktionszeit auf einen visuellen Stimulus und Zielgerichtetheits-Test (pursuit aiming)), mit deren Hilfe die Erinnerungs-Genauigkeit, die visuelle Unterscheidungsfähigkeit, das Kurzzeitgedächtnis und die kognitive Leistung eingeschätzt wurden.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Verwaltungsangestellte und Versorgungspersonal ohne Zutritt zu den 500 kV- und 220 kV-Zonen
Gruppe 2 Arbeiter, die routinemäßige Inspektionstouren an den Umspannwerken und Hochspannungsfreileitungen durchführten

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 710
Anzahl auswertbar 610
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Im 500 kV-Bereich lagen 72,0% der insgesamt 590 Messungen der elektrischen Feldstärke über dem Wert von 5 kV/m (nationaler Grenzwert für berufliche Exposition), während im 220 kV-Bereich 15,7% der insgesamt 701 durchgeführten Messungen über dem Wert von 5 kV/m lagen. Die magnetische Flussdichte befand sich bei allen Messungen unterhalb von 1000 µT (Grenzwert der ICNIRP zur beruflichen Exposition).
Die Ergebnisse der neurologischen Verhaltens-Tests zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen nicht-exponierten Arbeitern (Gruppe 1) und exponierten Arbeitern (Gruppe 2) auf. Es wurden keine signifikanten Änderungen bei den Verhaltens-Test in verschiedenen Alters- und Betriebsangehörigkeits-Gruppen gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass in der vorliegenden Studie keine neurologischen Verhaltens-Änderungen bei Arbeitern mit einer täglichen Exposition bei extrem niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern beobachtet wurden.

Studie gefördert durch

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