Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Testicular Toxicity Effects of Magnetic Field Exposure and Prophylactic Role of Coenzyme Q10 and L-Carnitine in Mice. med./bio.

[Toxische Wirkungen des Magnetfelds auf die Hoden und die prophylaktische Rolle des Coenzyms Q10 und L-Carnitin bei Mäusen].

Veröffentlicht in: Pharmacol Res 2002; 46 (4): 363-370

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die schädlichen Wirkungen einer Exposition von Mäusen bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf die Hoden und Spermien und die schützenden Wirkungen des Coenzyms Q10 und von Carnitin untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

90 Mäuse wurden in 9 Gruppen (jeweils n=10, jedoch wurden nur jeweils n=6 für die Auswertung genutzt) eingeteilt.
Den Gruppen 1-3 wurde 1) Kochsalzlösung (0,05 ml/20 g Körpergewicht, intraperitoneal), 2) Coenzym Q10 (200 mg/kg Körpergewicht, oral) oder 3) Carnitin (200 mg/kg Körpergewicht, intraperitoneal) jeweils 3-mal pro Woche für 2 Wochen injiziert und sie wurden nicht bei dem Magnetfeld exponiert (Kontrollgruppen).
Den Gruppen 4-6 wurden die gleichen Dosen 4) Kochsalzlösung, 5) Coenzym Q10 oder 6) Carnitin injiziert, jeweils 1 Stunde vor einer wiederholten Exposition bei dem Magnetfeld für 30 min pro Tag dreimal pro Woche für 2 Wochen.
Den Gruppen 7-9 wurden die gleichen Dosen 7) Kochsalzlösung, 8) Coenzym Q10 oder 9) Carnitin injiziert, jeweils 1 Stunde vor einer akuten Exposition bei dem Magnetfeld für 3 Stunden.
Einen Tag nach dem Ende der Exposition wurden die Tiere getötet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 30 min/Tag, 3mal pro Woche für 2 Wochen
wiederholte Exposition
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 30 min/Tag, 3mal pro Woche für 2 Wochen
Zusatzinfo wiederholte Exposition
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer cage with Perspex windows blocking its two end sides allowing 12 mice to move around freely
Aufbau system consisted of three rectangular coils connected in parallel; current used was 3.17 A; a doll wooden frame similar to the cage dimensions was used for construction of the coils (approximate cross-section 22 cm × 12 cm) and wound with 760 turns of 1mm diameter copper wire; a cooling copper serpentine was constructed and placed in close proximate to the interior surface of the coil around the cage to control the temperature
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 20 mT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 3 h
Zusatzinfo akute Exposition
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 20 mT - gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Eine wiederholte (Gruppe 4) oder eine akute (Gruppe 7) Exposition von Mäusen führte im Vergleich zu der Kontrollgruppe zu einer signifikanten Abnahme der Spermien-Anzahl, der Motilität, der täglichen Spermien-Produktion und der Keimzell-Reifung. Zudem wurden nach einer wiederholten Exposition bei dem Magnetfeld histopathologische Veränderungen (Dehnung der Samenkanälchen und Abwesenheit von Spermatogonien und Spermatogenese) in den Hoden beobachtet (Anmerkung EMF-Portal: Es wurden keine Ergebnisse für die akute Exposition bei dem Magnetfeld präsentiert).
Bei beiden Expositions-Methoden führte eine Behandlung der Mäuse mit Coenzym Q10 (Gruppen 5 und 8) oder Carnitin (Gruppen 6 und 9) im Vergleich zu den nicht-behandelten Expositions-Gruppen (Gruppen 4 und 7) zu signifikant höheren Werten der Spermien-Anzahl, der Motilität, der täglichen Spermien-Produktion und Keimzell-Reifung. Die meisten histopathologischen Veränderungen durch die wiederholte Magnetfeld-Exposition wurden durch eine Behandlung mit Coenzym Q10 oder Carnitin verhindert.
Es wurden keine Unterschiede zwischen den nicht-exponierten Kontrollgruppen (Gruppen 1-3) gefunden.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition von Mäusen bei einem 50 Hz-Magnetfeld die Hoden und Spermien schädigen könnte und dass Coenzym Q10 und Carnitin eine schützende Wirkung haben könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel