Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Cardiac Autonomic Activity during Sleep under the Influence of Radiofrequency Electromagnetic Fields. med./bio.

[Autonome Herzaktivität im Schlaf unter dem Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder].

Veröffentlicht in: Somnologie (Somnology) 2005; 9 (4): 180-184

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder, die durch ein digitales Handy ausgesendet werden, auf die Herzfrequenz-Variabilität während des Schlafs bei gesunden jungen Männern untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Feldstärke war so schwach, dass thermische Wirkungen ausgeschlossen werden konnten.
Die Beziehung zwischen niederfrequenten und hochfrequenten Komponenten der Herzfrequenz-Variabilität repräsentiert die Balance zwischen den beiden Zweigen des autonomen Nervensystems. Die hochfrequente Komponente, die die Sinus-Arrhythmie widerspiegelt, wurde der Modulation der parasympathischen Leistung zugeschrieben. Die niederfrequente Komponente weist sowohl auf die sympathische wie auf die parasympathische Aktivität hin.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 900 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 8 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 8 h
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 577 µs
Folgefrequenz 217 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 40 cm
Kammer Soundproof and electrically shielded sleep laboratory
Aufbau The mobile phone was positioned at the head of the bed at a distance of 40 cm to the vertex of the subject with the antenna axis perpendicular to the axis of the subject's body.
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo Following an adaptation night, two polysomnographies were carried out for each subject over 8 h from 23:00 h to 7:00 h with or without exposure to the EMF in randomized and single-blind order. Field intensity was weak so that thermal effects could be excluded.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 8 W Spitzenwert - - -
Leistungsflussdichte 0,05 mW/cm² Mittelwert - - bei 40 cm

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Unter diesen experimentellen Bedingungen konnte kein Einfluss schwacher hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die autonome Herz-Aktivität nachgewiesen werden.
Für die meisten Parameter der Herzfrequenz-Variabilität ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Schlafstadien. Basierend auf der Spektral-Analyse der RR-Intervalle war der Tiefschlaf insbesondere durch einen kleinen LF/HF-Quotienten der niederfrequenten und hochfrequenten Komponente der Herzfrequenz-Variabilität charakterisiert, was auf ein Überwiegen des parasympathischen gegenüber dem sympathischen Tonus bei der autonomen Herz-Aktivität hindeutet. Im REM-Schlaf ergab sich eine Verschiebung zugunsten des Sympathikus-Tonus. Für alle Parameter der Herzfrequenz-Variabilität ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Bedingungen mit elektromagnetischer Feld-Exposition und Schein-Exposition.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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