Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Exposure to magnetic fields and the risk of poor sperm quality. epidem.

[Exposition bei Magnetfeldern und das Risiko schlechter Spermien-Qualität].

Veröffentlicht in: Reprod Toxicol 2010; 29 (1): 86-92

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie in China durchgeführt, um zu untersuchen, ob Exposition bei starken Magnetfeldern die Spermien-Qualität vermindert.

Weitere Details

Der Fall- oder Kontroll-Status wurde anhand der Spermien-Analyse von zwei Proben pro Teilnehmer nach den WHO-Kriterien für schlechte Spermien-Qualität bestimmt.
Die Magnetfeld-Exposition wurde mit Hilfe einer 24-stündigen Messung an einen repräsentativen Tag für die letzten drei Monaten (dieser Zeitraum entspricht der Dauer der Spermatogenese) ermittelt. Das 90stes Perzentil wurde als derjenige Magnetfeld-Wert bestimmt, über dem 10 % aller 24stündigen Messwerte lagen. Das 90ste Perzentil wurde bei 0,16 µT (1,6 mG) ermittelt und entspricht einer 2,4-stündigen Expositions-Zeit (10 % von 24 Stunden).

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Höhe des Magnetfelds bei dem 90sten Perzentil: < 0.16 µT
Gruppe 2 Höhe des Magnetfelds bei dem 90sten Perzentil: ≥ 0.16 µT
Referenzgruppe 3 Dauer der Magnetfeld-Exposition über ≥ 0.16 µT: < 1 Stunde
Gruppe 4 Dauer der Magnetfeld-Exposition über ≥ 0.16 µT: 1 - 3 Stunde
Gruppe 5 Dauer der Magnetfeld-Exposition über ≥ 0.16 µT: 3 - 6 Stunde
Gruppe 6 Dauer der Magnetfeld-Exposition über ≥ 0.16 µT: > 6 Stunde

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 127 95
Teilnehmerzahl 76 72
Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde ein zweifach erhöhtes Risiko für schlechte Spermien-Qualität bei den Teilnehmern beobachtet, die täglich für einen relativ langen Zeitraum (2,4 Stunden/Tag) bei Magnetfeldern über 0,16 µT exponiert waren, im Vergleich zu weniger stark exponierten Teilnehmern. Der Zusammenhang wurde weiter gestützt durch eine Dosis-Wirkungs-Beziehung (Gruppen 3 - 6) und einer verstärkten Assoziation nach einer Beschränkung auf diejenigen Teilnehmer, deren Messtag repräsentativ für einen typischen Tag in den letzten drei Monaten (der Dauer der Spermatogenese) war. Eine negative Korrelation wurde zwischen der Magnetfeld-Exposition und allen Spermien-Parametern beobachtet.
Die Autoren folgerten, dass einige Hinweise gefunden wurden, dass Magnetfelder einen negativen Effekt auf die Spermien-Qualität haben könnten.

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