Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of 50 Hz extremely low frequency sinusoidal magnetic fields on the apoptosis of the hearts of preincubated chicken embryos at different levels of developments. med./bio.

[Wirkungen von 50 Hz extrem niederfrequenten sinusartigen Magnetfeldern auf die Apoptose bei Herzen von präinkubierten Hühner-Embryonen bei verschiedenen Entwicklungsstadien].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2013; 89 (4): 234-242

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von einem sinusförmigen extrem niederfrequenten 50 Hz-Magnetfeld auf präinkubierte Hühner-Embryonen-Herzen auf histopathologischer, biochemischer und ultrastruktureller Ebene untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

90 befruchtete Eier wurden in sechs Gruppen aufgeteilt (jede Gruppe n=15): Kontrollgruppe, Schein-Exposition und vier Expositions-Gruppen, die bei unterschiedlichen magnetischen Flussdichten exponiert wurden (24 h vor der Inkubation). Die Herzen wurden an Tag 14 der embryonalen Entwicklung präpariert.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h

Allgemeine Informationen

Fertilized eggs were divided into the following six groups: 1) exposure to 1.33 mT 2) exposure to 2.66 mT 3) exposure to 5.52 mT 4) exposure to 7.32 mT 5) control group 6) sham exposure

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 42 cm long cylindrical coil with an inner diameter of 9.6 cm, an outer diameter of 11.5 cm and 980 turns of 2.5 mm enameled copper wire; five eggs placed horizontally in east-west direction in the coil; magnetic flux parallel to the long axis of the embryo's body; exposure chamber ventilated
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,33 mT - gemessen - Gruppe 1
magnetische Flussdichte 2,66 mT - gemessen - Gruppe 2
magnetische Flussdichte 5,52 mT - gemessen - Gruppe 3
magnetische Flussdichte 7,32 mT - gemessen - Gruppe 4

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Untersuchungen der Länge, Breite, Dicke der Septae sowie des linken und rechten Ventrikels zeigten bei der Kontrollgruppe und der schein-exponierten Gruppe im Vergleich zu den exponierten Gruppen normale Zellen in den Herzen der Embryonen: Bei der Expositions-Gruppe 2 (2,66 mT) gab es eine signifikante Abnahme in der Herz-Länge und bei den Gruppen 3 (5,52 mT) und 4 (7,32 mT) eine signifikante Zunahme. Zusätzlich wurde in der Herz-Breite der Expositions-Gruppe 2 bzw. der Gruppen 3 und 4 eine signifikante Abnahme bzw. Zunahme beobachtet. Die Dicke der Septae der Herzen der exponierten Embryonen aus Gruppe 2 zeigte eine signifikante Abnahme. Es gab ebenso eine signifikante Abnahme bei der Dicke der linken Ventrikel-Wand bei Embryonen aus Expositions-Gruppe 2 und eine signifikante Zunahme bei denen aus den Gruppen 1, 3 und 4. Die Dicke der Wand des rechten Ventrikels war in der Expositions-Gruppe 2 signifikant vermindert, wohingegen sie in den Herzen aus den Gruppen 1, 3 und 4 erhöht war. (Alle Parameter im Vergleich zur schein-exponierten und Kontrollgruppe).
Darüber hinaus verursachte die extrem niederfrequente Magnetfeld-Exposition in der Expositions-Gruppe 1 geschädigte Myozyten, in der Expositions-Gruppe 2 kondensierte dunkle Nuklei, eine Zunahme apoptotischer Zellen zusammen mit vermehrten intrazellulären Zwischenräumen, in den Expositions-Gruppen 3 und 4 eine leichte Entzündung und Myozyten-Nekrose, in den Myozyten der Expositions-Gruppe 4 einen Anstieg der Anzahl nukleärer Membran-Poren, kleiner runder unklarer Cristae-Mitochondrien sowie in allen exponierten Gruppen einen Anstieg in den Enzymaktivitäten der alkalischen Phosphatase.
Die Ergebnisse lieferten die Evidenz, dass extrem niederfrequente Magnetfelder die Herzen von Hühner-Embryonen auf histologischer, zellulärer und biochemischer Ebene schädigten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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