Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Prenatal and Postnatal Cell Phone Exposures and Headaches in Children. epidem.

[Pränatale und postnatale Mobiltelefon-Exposition und Kopfschmerzen bei Kindern].

Veröffentlicht in: Open Pediatr Med Journal 2012; 6: 46-52

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung während der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit und Kopfschmerzen bei Kindern wurde in einer Kohortenstudie in Dänemark untersucht.

Weitere Details

Wenn die Kinder sieben Jahre alt wurden, wurden die Mütter gebeten, einen Fragebogen zu der Exposition des Kindes (z.B. Mobiltelefon-Nutzung während der Schwangerschaft, Mobiltelefon-Nutzung im Alter von 7 Jahren), Lebensstil und gesundheitliche Probleme (z.B. Migräne oder 'häufig Beschwerden über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Übelkeit') auszufüllen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 keine Exposition
Gruppe 2 Exposition vor der Geburt
Gruppe 3 Exposition nach der Geburt
Gruppe 4 Exposition vor und nach der Geburt

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 91.256
Teilnehmerzahl 59.975
Teilnehmerrate 66 %
Anzahl auswertbar 52.680
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Nach den Angaben der Mütter waren 39% der insgesamt 52680 Kinder vor der Geburt exponiert und 36% der Kinder nutzten ein Mobiltelefon im Alter von 7 Jahren (Exposition nach der Geburt), aber weniger als 1% nutzten es länger als eine Stunde/Woche. 20% der Kinder waren nur vor der Geburt exponiert, 16 % nur nach der Geburt, 10% sowohl vor als auch nach der Geburt; 40% waren nicht exponiert.
Kinder mit einer Exposition bei einem Mobiltelefon hatten ein höheres Risiko für Migräne und Kopfschmerz-Begleitsymptome als Kinder ohne Exposition (OR für Migräne 1,30 (KI 1,01-1,68); OR für Kopfschmerz-Begleitsymptome 1,32 (KI 1,23-1,40) bei Kindern mit Exposition sowohl vor als auch nach der Geburt).
Die Autoren schlussfolgerten, dass in dieser Studie die Exposition bei Mobiltelefonen mit Kopfschmerzen bei Kindern zusammenhing, jedoch könnte dieser Zusammenhang nicht kausal sein wegen der Möglichkeit von unkontrolliertem Confounding und Fehlklassifikation in Beobachtungsstudien wie dieser vorliegenden Studie.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse sollten aufgrund der Einschränkungen in der Abschätzung der Exposition und des Gesundheitszustands mit Vorsicht interpretiert werden. Weitere mögliche Confounder wie z.B. Fernseh-Konsum, Spielen von Videospielen und Computer-Nutzung wurden in dem Fragebogen nicht berücksichtigt.

Studie gefördert durch

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