Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Influence of 50 Hz magnetic field on sex hormones and body, uterine, and ovarian weights of adult female rats. med./bio.

[Einfluss eines 50 Hz-Magnetfelds auf die Sexualhormone und das Gewicht vom Körper, der Gebärmutter und der Eierstöcke bei adulten weiblichen Ratten].

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2008; 27 (2): 155-163

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese Studie untersuchte die Wirkung extrem niederfrequenter Magnetfelder auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Säugetieren, indem die Sexual-Hormone in erwachsenen weiblichen Ratten gemessen wurden.

Hintergrund/weitere Details

12 Tiere wurden mit einem sinusförmigen 50 Hz Magnetfeld für 18 Wochen (24 h/Tag) befeldet, und 12 weitere Tiere erhielten eine Schein-Exposition. Nach der Befeldung lebten die Ratten weitere 12 Wochen in der Expositions-Umgebung, bevor sie getötet wurden. Es wurden alle sechs Wochen Blut-Proben entnommen: vor der Befeldung, dreimal während der Befeldung und zweimal nach der Befeldung.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h/Tag während 18 Wochen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 24 h/Tag während 18 Wochen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau set of rectangualr coils with 10 turns each and a separation of 37.5 cm; 48 cm x 26 cm x 15 cm polypropylene cages in the center of the coil system
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 25 µT Effektivwert - - Erdmagnetfeld = 34 mT
SAR 12 W/kg Maximum berechnet Gehirn -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Das Körpergewicht und das Uterus-Gewicht waren nicht durch die Befeldung beeinträchtigt. Die Eierstöcke der befeldeten Ratten wogen signifikant weniger als die der Schein-Expositions-Gruppe. Das follikelstimulierende Hormon und das luteinisierende Hormon waren nach sechs Wochen Exposition signifikant erniedrigt. Das follikelstimulierende Hormon war nur zu diesem Zeitpunkt beeinflusst, während das luteinisierende Hormon auch innerhalb der 12. und 18. Woche beeinträchtigt war. Zwischen der 6. und 12. Woche nach Entfernung der Felder konnte keine Wirkung nachgewiesen werden. Progesteron und Östrogen waren nach 12 Wochen Exposition signifikant erniedrigt. Es konnte keine weitere Wirkung auf Progesteron (während und nach der Exposition) nachgewiesen werden. Die Östrogen-Werte waren auch 12 Wochen nach der Befeldung signifikant erniedrigt.
Die Ergebnisse zeigen eine mögliche nachteilige Wirkung auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzung von Säugetieren. Die Wirkung von extrem niederfrequenten Feldern auf Sexual-Hormone war teilweise reversibel.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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