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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use and location of glioma: a case-case analysis.

[Mobiltelefon-Nutzung und Lokalisierung von Gliom: eine Case-Case-Analyse].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2009; 30 (3): 176-182

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Case-Case-Analyse in Finnland durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Gliom an der Stelle im Gehirn, die wahrscheinlich am stärksten der ausgesendeten hochfrequenten Energie ausgesetzt ist, zu untersuchen.

Weitere Details

Die Studienpopulation war eine Teilgruppe der finnischen Interphone-Studie. Es wurde der kürzeste Abstand zwischen dem Mittelpunkt des Tumors und der angenommenen Lokalisation des Mobiltelefons für jede Person berechnet. Die Index-Gruppe umfasste Fälle mit einem Abstand von 4,6 cm oder weniger und die Referenzgruppe einen Abstand von mehr als 4,6 cm.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

  • Befragung: Mobiltelefon-Nutzung, inklusive Beginn- und End-Datum der Nutzung, durchschnittliche Nutzungszeit, Verwendung von Freisprechanlage, Seite des Kopfes, an die das Telefon vorwiegend während des Telefonats gehalten wurde (Lateralität)
  • Berechnung: Gesamtgesprächsdauer

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 keine/unregelmäßige Nutzung
Gruppe 2 regelmäßige Nutzung
Referenzgruppe 3 Gesamtanrufszeit: keine/unregelmäßige Nutzung
Gruppe 4 Gesamtanrufszeit: 2 - 539 h
Gruppe 5 Gesamtanrufszeit: > 540 h
Referenzgruppe 6 Lateralität: keine/unregelmäßige Nutzung
Gruppe 7 Lateralität: ipsilateral
Gruppe 8 Lateralität: contralateral
Referenzgruppe 9 Nutzungsdauer: keine/unregelmäßige Nutzung
Gruppe 10 Nutzungsdauer: 0,5 - 5 Jahre
Gruppe 11 Nutzungsdauer: > 5 Jahre

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 20–60 Jahre
  • Merkmale: Gliom, mikroskopisch bestätigt oder mit einem eindeutigen radiologischen Befund
  • Beobachtungszeitraum: November 2000 - Oktober 2002
  • Studienort: Finnland (Helsinki und Tampere)
  • Datenquelle: Neurochirurgie-Kliniken der Helsinki- und Tampere-Universitätskliniken, Finnland

Studiengröße

Gesamtzahl 144
Teilnehmerzahl 113
Teilnehmerrate 78 %
Anzahl auswertbar 99
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • sozioökonomischer Status
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

21 Fälle (22 %) hatten nie oder unregelmäßig ein Mobiltelefon genutzt. Der Prozentsatz der Fälle mit einem Abstand von weniger als 4,6 cm zwischen dem Mittelpunkt des Tumors und der angenommenen Lokalisation des Mobiltelefons war etwas höher bei den regelmäßigen Nutzern als bei den niemals/unregelmäßigen Nutzern. Nicht-signifikant erhöhte Odds Ratios wurden für einige Indikatoren für Mobiltelefon-Nutzung beobachtet, jedoch ohne einen Anstieg in der Exposition. Signifikant erhöhte Odds Ratios wurden für kontralaterale und kurze Nutzung gefunden.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Ergebnisse insgesamt keinen Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Gliom an der am meisten exponierten Stelle im Gehirn aufzeigten.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse beruhen auf geringen Fallzahlen.

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • Emil Aaltonen Foundation, Finland
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland

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