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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use and risk of glioma: a case-control study in Korea for 2002-2007.

[Mobiltelefon-Nutzung und Risiko für Gliom: eine Fall-Kontroll-Studie in Korea von 2002 -2007].

Veröffentlicht in: Environ Health Toxicol 2015; 30: e2015015

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in Korea durchgeführten Fall-Kontroll-Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-Nutzung und dem Auftreten von Gliom untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: Mobiltelefon-Art (analog, digital), Beginn der Nutzung, Anzahl der täglichen Anrufe, mittlere Anrufdauer, Lateralität, Aufbewahrungsort, Mechanismus (Dreh-, Schieb- oder Klapp-Handy), monatliche Kosten
  • Berechnung: Gesamtnutzungsdauer in Stunden

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung: nein
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung: ja
Referenzgruppe 3 Art des Mobiltelefons: keine Nutzung
Gruppe 4 Art des Mobiltelefons: analog
Gruppe 5 Art des Mobiltelefons: analog und digital
Gruppe 6 Art des Mobiltelefons: digital
Referenzgruppe 7 Gesamtnutzungsdauer: keine Nutzung
Gruppe 8 Gesamtnutzungsdauer: < 4 Jahre
Gruppe 9 Gesamtnutzungsdauer: 4 - 7 Jahre
Gruppe 10 Gesamtnutzungsdauer: > 7 Jahre
Referenzgruppe 11 Gesamtnutzungsdauer: keine Nutzung
Gruppe 12 Gesamtnutzungsdauer: < 300 Stunden
Gruppe 13 Gesamtnutzungsdauer: 300 - 900 Stunden
Gruppe 14 Gesamtnutzungsdauer: > 900 Stunden
Referenzgruppe 15 monatliche Gebühren: keine Nutzung
Gruppe 16 monatliche Gebühren: < 30 000 koreanische Won
Gruppe 17 monatliche Gebühren: 30 000 - 49 000 koreanische Won
Gruppe 18 monatliche Gebühren: 50 000 - 80 000 koreanische Won
Gruppe 19 monatliche Gebühren: > 80 000 koreanische Won
Referenzgruppe 20 mittlere Anzahl der täglich eingehenden Anrufe: keine Nutzung
Gruppe 21 mittlere Anzahl der täglich eingehenden Anrufe: ≤ 2
Gruppe 22 mittlere Anzahl der täglich eingehenden Anrufe: 3 - 5
Gruppe 23 mittlere Anzahl der täglich eingehenden Anrufe: 6 - 9
Gruppe 24 mittlere Anzahl der täglich eingehenden Anrufe: ≥ 10
Referenzgruppe 25 mittlere Anzahl der täglich ausgehenden Anrufe: keine Nutzung
Gruppe 26 mittlere Anzahl der täglich ausgehenden Anrufe: ≤ 2
Gruppe 27 mittlere Anzahl der täglich ausgehenden Anrufe: 3 - 5
Gruppe 28 mittlere Anzahl der täglich ausgehenden Anrufe: 6 - 9
Gruppe 29 mittlere Anzahl der täglich ausgehenden Anrufe: ≥ 10
Referenzgruppe 30 mittlere Anrufdauer: keine Nutzung
Gruppe 31 mittlere Anrufdauer: ≤ 2 min
Gruppe 32 mittlere Anrufdauer: 3 - 4 min
Gruppe 33 mittlere Anrufdauer: ≥ 5 min
Referenzgruppe 34 Mobiltelefon-Mechanismus: keine Nutzung
Gruppe 35 Mechanismus: Dreh-Handy
Gruppe 36 Mechanismus: Klapp-Handy
Gruppe 37 Mechanismus: Schieb-Handy
Referenzgruppe 38 Aufbewahrung: keine Nutzung
Gruppe 39 Aufbewahrung: in der Handtasche
Gruppe 40 Aufbewahrung: um den Hals getragen
Gruppe 41 Aufbewahrung: in der Hemdtasche
Gruppe 42 Aufbewahrung: in der Hosetasche
Gruppe 43 Aufbewahrung: in der Hand

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 15–69 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: 2002 - 2007
  • Studienort: Korea

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • krankenhausbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Alter
    • Fall:Kontrolle = 1:1

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 897 1.051
Anzahl auswertbar 285 285
Statistische Analysemethode:
  • unkonditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • Region
  • Bildung
  • Interviewpartner, Verwendung von Haarfärbemittel, Alkohol-Konsum, Nutzung von Computer und elektrischer Heizdecke
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen Gliom und der regelmäßigen Mobiltelefon-Nutzung sowie verschiedenen Expositions-Parametern beobachtet. Bei ipsilateraler Nutzung wurde ein nicht signifikant erhöhtes Risiko bei der Gesamtnutzungsdauer in Jahren (OR 1,25; KI 0,55-2,88) und in Stunden (OR 1,77; KI 0,32-1,84) gefunden. Jedoch wurde bei kontralateralen Nutzern ein leicht erniedrigtes Risiko im Vergleich zu ipsilateralen Nutzern beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Ergebnisse nicht auf einen Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Gliom hindeuten.

Einschränkungen (lt. Autor)

Selektionsbias und Recall-Bias können nicht ausgeschlossen werden.

Studie gefördert durch

  • ICT R&D program of MSIP/IITP (Ministry of Science, ICT and Future Planning/Institute for Information & Communications Technology Promotion), Korea

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