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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

The Intracranial Distribution of Gliomas in Relation to Exposure From Mobile Phones: Analyses From the INTERPHONE Study.

[Die intrakranielle Verteilung von Gliom in Bezug auf die Exposition von Mobiltelefonen: Analyse aus der INTERPHONE-Studie].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 2016; 184 (11): 818-828

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Case-only-Analyse wurde der Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefon und Gliom mithilfe der Daten zur Tumor-Lokalisation aus der INTERPHONE-Studie untersucht.

Weitere Details

Es wurde ein dreidimensionales Punkt-Prozess-Modell von Grell et al. (2015) für die Analyse der Tumor-Lokalisations-Daten angewendet. Diese Methode ist eine Alternative zu den bisher verwendeten epidemiologischen Studiendesigns, da die Lokalisation in die Untersuchung von Hirntumor und Mobiltelefon-Nutzung eingeschlossen wird.
Regelmäßige Nutzung eines Mobiltelefons wurde als Nutzung für mindestens einmal pro Woche während mindestens 6 Monaten definiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz

Exposition

Abschätzung

  • Fragebogen: Anzahl der Anrufe mit einem Mobiltelefon, Dauer der Anrufe, Verwendung einer Freisprecheinrichtung, bevorzugte Seite des Kopfs beim Telefonieren, Zeit seit Nutzungsbeginn
  • Berechnung: Gesamtdauer der Anrufe und Gesamtzahl der Anrufe

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: < 6 Jahre
Gruppe 2 Dauer der Mobiltelefon-Nutzung: ≥ 6 Jahre
Referenzgruppe 3 kumulative Mobiltelefon-Nutzung: < 200 Stunden
Gruppe 4 kumulative Mobiltelefon-Nutzung: ≥ 200 Stunden
Referenzgruppe 5 Gesamtzahl an Anrufen: < 4.000
Gruppe 6 Gesamtzahl an Anrufen: ≥ 4.000

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 30–59 Jahre
  • Merkmale: Gliom, histologisch bestätigt
  • Beobachtungszeitraum: 2000 - 2004
  • Studienort: Australien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, Japan, Neuseeland, Norwegen, Schweden und Großbritannien

Studiengröße

Gesamtzahl 2.700
Anzahl geeignet 1.530
Anzahl auswertbar 792
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der intrakraniellen Verteilung von Gliomen und der selbstberichteten Position des Mobiltelefons beobachtet. Das bedeutet, dass mehr Gliome näher am Ohr auf der Kopfseite auftraten, an der das Mobiltelefon nach Angaben des Nutzers am meisten genutzt wurde. Der Zusammenhang war unabhängig von der kumulativen Nutzungsdauer und der Gesamtzahl der Anrufe. So ist es weniger wahrscheinlich, dass der beobachtete Zusammenhang durch die Nutzung eines Mobiltelefons verursacht wird.

Einschränkungen (lt. Autor)

Im Modell wurde die selbstberichtete Seite bei der Mobiltelefon-Nutzung verwendet, dies wird möglicherweise durch Recall-Bias beeinflusst.

Studie gefördert durch

  • National Health and Medical Research Council (NHMRC), Australia
  • European Union (EU)/European Commission
  • Department of Health, UK
  • Academy of Finland
  • Health Research Council of New Zealand
  • Danish Cancer Society
  • Swedish Research Council (VR)
  • Emil Aaltonen Foundation, Finland
  • Health and Safety Executive, UK
  • Scottish Executive/Scottish Ministers, UK
  • Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF; German Mobile Phone Research Programme) at Federal Office for Radiation Protection (BfS)
  • MAIFOR Program (Mainzer Forschungsförderungsprogramm) of the University of Mainz, Germany
  • Bouygues Telecom, France
  • Cancer Society of New Zealand
  • GSM Association, UK/Ireland
  • Mobile Manufacturers Forum (MMF), Belgium
  • Ministry of Internal Affairs and Communications, Japan
  • Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Nordrhein-Westfalen (Ministry for the Environment of the state of North Rhine-Westphalia), Germany
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland
  • Mobile Telecommunications and Health Research (MTHR), UK
  • Canadian Institutes of Health Research (CIHR)
  • 3
  • O2
  • Orange
  • T-Mobile
  • Vodafone
  • Natural Sciences and Engineering Research Council (NERSC) of Canada
  • Association pour la Recherche sur le Cancer (ARC), France
  • Canada Research Chairs (Chaires de Recherche du Canada), Ottawa, Ontario, Canada
  • Canadian Wireless Telecommunications Association (CWTA; Association canadienne des télécommunications sans fil (ACTS)), Canada
  • National Health Service (NHS), UK
  • SFR, France
  • University of Sydney, Australia
  • Waikato Medical Research Foundation (WMRF), New Zealand
  • Wellington Medical Research Foundation (WMRF), New Zealand
  • Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Baden-Württemberg (Ministry of the Environment, Climate Protection and the Energy Sector of the state of Baden-Württemberg), Germany

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