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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile phone use, exposure to radiofrequency electromagnetic field, and brain tumour: a case-control study.

[Mobiltelefon-Nutzung, Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Hirntumor: eine Fall-Kontroll-Studie].

Veröffentlicht in: Br J Cancer 2008; 98 (3): 652-659

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Hirntumor in einer bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie untersucht. Diese Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.

Weitere Details

Eine Person wurde als regelmäßiger Mobiltelefon-Nutzer klassifiziert, wenn sie ein Mobiltelefon mindestens einmal wöchentlich 6 Monate lang ein Jahr vor der Diagnose genutzt hatte. Die Exposition wurde gemäß dem Protokoll der INTERPHONE-Studie mit Hilfe eines Fragebogens abgeschätzt. Außerdem wurde eine neue Methode zur Abschätzung der spezifischen Absorptionsrate (SAR) innerhalb des Tumors angewendet, die auf einem Kopf-Modell beruht. In diesem Modell (Nagaoka et al, 2004) werden die räumlichen Verhältnisse zwischen Tumor-Lokalisation und Hochfrequenz-Verteilung im Schädel berücksichtigt . Es wurden drei SAR-abgeleitete Expositions-Kennzahlen (mittlere maximale SAR, kumulierte maximale SAR über Jahre und kumulierte maximale SAR über Stunden) berechnet und in vier Quartile eingeteilt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:
  • Inzidenz
(Odds Ratio)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 Mobiltelefon-Nutzung: keine
Gruppe 2 Mobiltelefon-Nutzung: regelmäßig
Referenzgruppe 3 Gesamtnutzungsdauer in Jahren: keine
Gruppe 4 Gesamtnutzungsdauer in Jahren: sehr gering
Gruppe 5 Gesamtnutzungsdauer in Jahren: gering
Gruppe 6 Gesamtnutzungsdauer in Jahren: hoch
Gruppe 7 Gesamtnutzungsdauer in Jahren: sehr hoch
Referenzgruppe 8 Gesamtgesprächszeit in Stunden: keine
Gruppe 9 Gesamtgesprächszeit in Stunden: sehr gering
Gruppe 10 Gesamtgesprächszeit in Stunden: gering
Gruppe 11 Gesamtgesprächszeit in Stunden: hoch
Gruppe 12 Gesamtgesprächszeit in Stunden: sehr hoch
Referenzgruppe 13 genutzte Mobiltelefon-Art: keins
Gruppe 14 genutzte Mobiltelefon-Art: analog und digital
Gruppe 15 genutzte Mobiltelefon-Art: digital
Referenzgruppe 16 Lateralität der Tumorlokalisation zur Mobiltelefon-Nutzung: keine oder kontralaterale Nutzung
Gruppe 17 Lateralität der Tumorlokalisation zur Mobiltelefon-Nutzung: ipsilateral
Referenzgruppe 18 Lateralität der Tumorlokalisation zur Mobiltelefon-Nutzung: keine oder ipsilaterale Nutzung
Gruppe 19 Lateralität der Tumorlokalisation zur Mobiltelefon-Nutzung: kontralateral
Referenzgruppe 20 mittlere maximale SAR: nicht exponiert
Gruppe 21 mittlere maximale SAR: sehr gering
Gruppe 22 mittlere maximale SAR: gering
Gruppe 23 mittlere maximale SAR: hoch
Gruppe 24 mittlere maximale SAR: sehr hoch
Referenzgruppe 25 mittlere maximale SAR: nicht exponiert
Gruppe 26 mittlere maximale SAR: < 0,001 W/kg
Gruppe 27 mittlere maximale SAR: 0,001 - 0,01 W/kg
Gruppe 28 mittlere maximale SAR: ≥ 0,01 W/kg
Referenzgruppe 29 über Jahre kumulierte maximale SAR: nicht exponiert
Gruppe 30 über Jahre kumulierte maximale SAR: sehr gering
Gruppe 31 über Jahre kumulierte maximale SAR: gering
Gruppe 32 über Jahre kumulierte maximale SAR: hoch
Gruppe 33 über Jahre kumulierte maximale SAR: sehr hoch
Referenzgruppe 34 über Jahre kumulierte maximale SAR: nicht exponiert
Gruppe 35 über Jahre kumulierte maximale SAR: < 0,001 W/kg
Gruppe 36 über Jahre kumulierte maximale SAR: 0,001 - 0,01 W/kg
Gruppe 37 über Jahre kumulierte maximale SAR: 0,01 - 0,1 W/kg
Gruppe 38 über Jahre kumulierte maximale SAR: ≥ 0,1 W/kg
Referenzgruppe 39 über Stunden kumulierte maximale SAR: nicht exponiert
Gruppe 40 über Stunden kumulierte maximale SAR: sehr gering
Gruppe 41 über Stunden kumulierte maximale SAR: gering
Gruppe 42 über Stunden kumulierte maximale SAR: hoch
Gruppe 43 über Stunden kumulierte maximale SAR: sehr hoch
Referenzgruppe 44 über Stunden kumulierte maximale SAR: nicht exponiert
Gruppe 45 über Stunden kumulierte maximale SAR: < 0.1 W/kg
Gruppe 46 über Stunden kumulierte maximale SAR: 0.1 - 1 W/kg
Gruppe 47 über Stunden kumulierte maximale SAR: 1 - 10 W/kg
Gruppe 48 über Stunden kumulierte maximale SAR: ≥ 10 W/kg

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 30–69 Jahre
  • Beobachtungszeitraum: Dezember 2000 - November 2004
  • Studienort: Japan (Tokio)

Fallgruppe

Kontrollgruppe

  • Auswahl:
    • populationsbezogen
  • Matching:
    • Geschlecht
    • Region
    • 5-Jahres-Altersgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 455 1.122
Teilnehmerzahl 322 683
Sonstiges: Gliom: 88 Fälle, Meningiom: 132 Fälle, Hypophysen-Adenom: 102 Fälle
Statistische Analysemethode:
  • konditionale logistische Regression
( Anpassung:
  • Alter
  • Geschlecht
  • Bildungsstand, Familienstand
)

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein konsistenter Anstieg des Risikos für Gliom, Meningiom oder Hypophysen-Adenom bei Mobiltelefon-Nutzern beobachtet. Es wurde kein ansteigender Trend in Bezug auf die Gesamtnutzungsdauer oder Gesamtgesprächszeit gefunden. Die Ergebnisse der SAR-ableiteten Expositions-Kennzahlen zeigten auch kein wesentlich erhöhtes Risiko für Gliom und Meningiom auf.

Studie gefördert durch

  • Ministry of Internal Affairs and Communications, Japan

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