Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Biological effects of low-frequency pulsed magnetic fields on the embryonic central nervous system development. A histological and histochemical study med./bio.

[Biologische Wirkungen niederfrequenter gepulster Magnetfelder auf die Entwicklung des embryonalen Zentralenervensystems. Eine histologische und histochemische Studie]

Veröffentlicht in: Histol Histopathol 2011; 26 (7): 873-881

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen gepulster Magnetfelder auf die embryonale Entwicklung von Hühnern unterrsucht werden.

Hintergrund/weitere Details

440 befruchtete Eier wurden in die folgenden Gruppen aufgeteilt: 1.) 50 Hz, 10 µT-Expositions-Gruppe (n=123 Eier) und eine Kontrollgruppe (n=98) und 2.) 100 Hz, 10 µT-Expositions-Gruppe (n=121 Eier) und eine Kontrollgruppe (n=98)

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 1 s an - 0,5 s aus - für 45 h, 15 Tage oder 21 Tage
Exposition 2: 100 Hz
Expositionsdauer: 1 s an - 0,5 s aus - für 45 h, 15 Tage oder 21 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer 1 s an - 0,5 s aus - für 45 h, 15 Tage oder 21 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau pair of Helmholtz coils with a radius of 70 cm, placed 70 cm apart; eggs in plastic trays positioned between the coils
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 10 µT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 100 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer 1 s an - 0,5 s aus - für 45 h, 15 Tage oder 21 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 10 µT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Embryonen, die nach 45 h Exposition bei den elektromagnetischen Feldern (50 Hz und 100 Hz) extrahiert wurden, hatten im Vergleich zu den Kontrollen derselben Altersstufen signifikant weniger Somiten-Paare. Nach 15 Tagen Inkubation hatten nur die Embryonen, die bei dem 50 Hz-Magnetfeld exponiert wurden, ein signifikant erhöhtes Gewicht im Vergleich zu den Kontrollen. Nach 21 Tagen Inkubation wurde bei den Embryonen, die bei dem 100 Hz-Magnetfeld exponiert wurden, ein signifikant geringeres somatisches Gewicht und niedrigere Entwicklungsstadien gefunden als bei den Kontrollen, wohingegen bei den 50 Hz-Magnetfeld exponierten Tieren lediglich ein niedrigeres Entwicklungsstadium beobachtet wurde. Zusätzlich zeigten die Tiere nach 21 Tagen Exposition eine höhere Expression des neuralen Markers NSE (Neuron-spezifische Enolase) im Lobus opticus mit einer reduzierten Expression an Glykosaminoglykanen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gepulste Magnetfelder in der Lage sein könnten, eine normale embryonale Entwicklung in vivo zu behindern und die normale neurale Funktion zu verändern, zumindest bei Stärken und Frequenzen wie in der vorliegenden Studie.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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