Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Thermal effects of mobile phone RF fields on children: A provocation study. med./bio.

[Thermische Wirkungen von Handy-HF-Feldern auf Kinder: Eine Provokationsstudie].

Veröffentlicht in: Prog Biophys Mol Biol 2011; 107 (3): 399-403

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten thermische und lokale Blut-Fluss-Reaktionen im Kopf von prä-adoleszenten Jungen während einer Exposition bei einem GSM-Mobiltelefon untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

26 Jungen im Alter von 14-15 Jahren nahmen an der Studie teil. Nach einer 5-minütigen Eingewöhnungsphase wurden die Jungen entweder 15 Minuten schein-exponiert oder exponiert, jeweils gefolgt von einer 5-minütigen Ruhephase (ohne Exposition). Dann wurden die Jungen, die zuvor exponiert wurden, 15 Minuten lang schein-exponiert, während die Jungen, die zuvor schein-exponiert wurden, 15 Minuten lang exponiert wurden. Die Sitzung endete mit einer 5-minütigen Erholungsphase (ohne Exposition).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 902,4 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 15 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 902,4 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 15 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 0,577 ms
Zusatzinfo

pulse repetition time: 4.615 ms

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Nokia 6110 GSM mobile phone
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 4 mm
Aufbau two GSM phones placed near each ear; only the right phone transmitting; transmitter of the phone deactivated, battery removed and antenna input replaced by an external coaxial cable; exposure executed in a temperature controlled climate chamber
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,99 W/kg Mittelwert über Masse berechnet 1 g Gehirn
SAR 0,66 W/kg Mittelwert über Masse berechnet 10 g Gehirn
SAR 4,3 W/kg Mittelwert über Masse berechnet 1 g Kopf
SAR 2 W/kg Mittelwert über Masse berechnet 10 g Kopf

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Autoren fanden keine Temperaturveränderungen im Gehörgang durch Exposition bei einem GSM-Mobiltelefon. Die Oberflächen-Temperatur des Kopfes nahm in beiden Gruppen, exponiert oder schein-exponiert, ab. Im zerebralen Blutfluss zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Expositions- und den Schein-Expositions-Perioden. Es wurden keine Veränderungen in den Oxyhämoglobin- und Desoxyhämoglobin-Gehalten während der Exposition und der Schein-Exposition beobachtet. Der Blutdruck nahm während des Experimentes in der schein-exponierten und der exponierten Gruppe ab.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine kurzzeitige Exposition bei einem GSM-Mobiltelefon keinen signifikanten Anstieg der lokalen Ohr-Temperatur oder des oberflächlichen zerebralen Blutflusses bei prä-adoleszenten Jungen verursacht.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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